Peru

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Reiseziel Peru

Darum werden Sie Peru lieben

Möchten Sie ein Mal im Leben auf den Spuren der Inkas zur legendären Ruinenstadt Machu Picchu gelangen und die mystische Atmosphäre auf sich wirken lassen? Und wollen Sie auf einer abenteuerlichen Kanutour durch den tiefen, dicht bewachsenen Dschungel wilden Tieren begegnen und die Schönheit der unberührten Natur genießen? Oder durch die bunten, lebhaften Märkte kolonialer Städte wie Arequipa oder Cusco schlendern und kleine Schätze entdecken? Oder sich einfach nur von überwältigende Andenkulissen und den tiefsten Canyon der Welt in ihren Bann ziehen lassen? All das und noch viel mehr können Sie auf unseren Peru Reisen erleben.

Peru Reise Highlights: Das erwartet Sie

Natürlich ist Peru vor allem für die sagenumwobene Inkaruine Machu Picchu berühmt. Doch das Land hat noch so viel mehr zu bieten, was erkundet werden will. Auf Peru Reisen erwarten Sie pulsierende Metropolen, traditionelle Andendörfer, mystische Ruinen aus fernen Epochen und die Freundlichkeit der warmherzigen Landsleute. Auf Ihrer Peru Reise können Sie aber nicht nur den beeindruckenden Einfluss der Inka Kultur, sowie koloniale Schätze und fremde Kulturen hautnah erleben, sondern auch die wunderschöne, unberührte Natur bestaunen. Schließlich ist das Land nicht ohne Grund bei Naturliebhabern ebenso beliebt wie bei Hobby-Archäologen oder kulturinteressierten Reisenden. Auf allen Peru Reisen mit Papaya Tours erwartet Sie eine beeindruckende Mischung aus hautnahen Kultur- und Naturerlebnissen. Wo sonst kann man unendlich wirkende Wüsten, vergletscherte Hochgebirgszüge und den üppigen Amazonas-Regenwald erleben und gleichzeitig die schönsten Kolonialstädte und die unglaublichsten Bauwerke jahrtausendalter Kulturen bewundern.

Inka Trail: Deutsch geführt nur mit Papaya Tours

Für alle Liebhaber vergangener Kulturen ist die Reise in das Land der Inkas ein ganz besonderes Erlebnis. Denn auf den ursprünglichen Inka Pfaden zur gut erhaltenen Ruinenstätte Machu Picchu ist man den Inkas so nah wie nie zuvor. Kein Wunder also, dass der Inka Trail auf Peru Reisen sehr beliebt ist. Mit unserem Büro vor Ort in Cusco bieten wir Ihnen nicht nur als einziger Veranstalter deutschlandweit den Inka Trail deutsch geführt an, sondern auch verschiedene Wege, den Inka Pfaden zu folgen: Der klassische Inka Trail führt Sie über 4 Tage hinweg entlang alter Inkastädte durch das Sonnentor zum Machu Picchu. Wenn Ihnen 4 Tage Trekking zu anstrengend sind, Sie aber nicht auf dieses Highlight auf Ihrer Peru Rundreise verzichten möchten, ist unser 2-tägiger Inka Trail für Sie genau richtig. Da der Inka Trail sehr beliebt und schnell ausgebucht ist, bieten wir Ihnen außerdem zwei wunderbare Alternativen an: Den 4-tägigen Lares Trek und den 4-tägigen Salkantay Trek.

Noch mehr Peru Highlights

  • Cusco – Die damalige Hauptstadt der Inkas
  • Huacachina – Erleben Sie 1001 Nacht in der Wüstenoase
  • Nasca-Linien – Genießen Sie auf einem Flug den Ausblick auf die Nasca Linien
  • Titicacasee – Lassen Sie sich von diesem besonderen Naturschauspiel begeistern
  • Islas Ballestas – Das artenreiche Meeresschutzgebiet
  • Arequipa – Eine wundervolle, zeitlose Kolonialstadt
  • Colca Canyon – Der tiefste Canyon der Welt
  • Heilige Tal der Inkas – Zahlreiche Inka-Ruinen und verschlafene Dörfer
  • Huaraz – Die größte Stadt im Santa-Tal
  • Kuelap – Eine ehemalige Festung der Chachapoya
  • Huaraz – Trekkingmetropolo in der Cordillera Blanca
  • Chan Chan – die Stadt aus Lehm (Weltkulturerbe)

Die beste Zeit für Peru Reisen

Eigentlich können Sie Ihre Peru Reise das ganze Jahr über planen. Da das Land aber sehr groß ist – und sogar das drittgrößte Südamerikas ist – unterscheiden sich die Regionen in ihren Klimazonen Andenhochland, Küste und Regenwald. Jede Region hat dabei ihre ganz eigene ideale Reisezeit. Bei den Reisenden ist aber die Zeit zwischen Mai und Oktober am beliebtesten. Denn da herrscht in ganz Peru die Trockenzeit, gefolgt von angenehmen Temperaturen und überwiegendem strahlenden Sonnenschein. Die anderen Monate bilden die Regenzeit. In dieser Phase können Sie Ihre Peru Reise natürlich auch antreten. Bedenken Sie jedoch, dass in den regenreichsten Monaten Januar und Februar der Inka Trail gesperrt ist. Genauere Infos finden Sie in unseren Reiseinformationen.

Unser Reiseangebot für Peru

Reisen ist unsere Leidenschaft. Deshalb bieten wir Ihnen auch genau den Reisetyp an, der zu Ihnen passt. Reisen Sie lieber in einer kleinen Gruppe durch Peru? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Gruppenreisen, die unsere Reisespezialisten liebevoll zusammengestellt haben. Oder haben Sie eine genaue Vorstellung, wie Sie Peru erleben möchten? Auf unseren Individualreisen entscheiden Sie, wie Ihre Reise gestaltet sein soll. Dabei können Sie Ihre Reise mit Reisebausteinen selbst erstellen, oder von einem unserer Spezialisten nach Ihren Wünschen anfertigen lassen. Ganz gleich für welche Peru Reise oder Peru Rundreise Sie sich entscheiden, mit Papaya Tours erleben Sie Highlights und Geheimtipps abseits der üblichen touristischen Pfade.

Ihr Spezialist für Peru Reisen: Papaya Tours

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie eine individuelle Beratung von einem unserer Peru-Reise-Spezialisten? Dann rufen Sie uns einfach an unter der 02 21/ 35 55 77 -0 oder schicken Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular – wir freuen uns darauf, Sie zu beraten!

Alle Highlights im Überblick

Die Stadt Huaraz, malerisch gelegen zwischen den majestätisch aufragenden Gipfeln der Cordillera Blanca und der Cordillera Negra ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in den Huascarán Nationalpark inmitten der weißen Gebirgskette. Die Stadt wurde in der Vergangenheit mehrmals durch Lawinen teilweise zerstört und musste nach dem Erdbeben von 1970 beinahe vollständig neu aufgebaut werden. Heute ist die Stadt Treffpunkt für ein internationales Klientel an Wanderern und Bergsteigern die sich auf Touren in die nahegelegenen Gebirgsregionen vorbereiten oder sich von bereits gemachten Touren erholen. Vor allem vor einer Trekkingtour lohnen sich mehrere kurze Ausflüge in die Umgebung zur Anpassung an die Höhe. Denn nicht nur Bergsteiger kommen in dieser wunderschönen Umgebung voll auf ihre Kosten, auch Tagesausflüge belohnen Wanderer und Ausflügler mit atemberaubenden Aussichten, tiefblauen Gletscherlagunen und wildromantischen Gebirgstälern.
Bei einem Besuch im Huascaran Nationalpark können unter anderem die äusserst beeindruckenden und vom Aussterben bedrohten Puya Raimondi – die größten Bromelien der Welt – betrachtet werden. Diese Pflanze wird bereits ohne Blüte bis zu 5 Meter hoch bis sich nach ungefähr 50 bis 100 Jahren Lebenszeit ein bis zu 5 weitere Meter hoher Blütenstand ausbildet. Eine blühende Puya Raimondi wird kaum jemals gesehen, jedoch ist auch ein nicht im Blütezeitraum befindliches Exemplar äusserst sehenswert. Ein weiteres Ausflugsziel sind die Reste der Antiken Stadt Chavín de Huántar, die zum Weltkulturerbe erklärt worden sind und vor allem durch ihre großflächigen und geräumigen unterirdischen Tunnelsysteme beeindrucken.
Wer sich aktiv betätigen will, dem sei als Einstiegstour die eintägige Wanderung von den beiden türkisblauen Schwesterlagunen Lagunas Llanganuco zur Laguna 69 auf 4.600 Metern empfohlen. Die ungefähr fünfstündige Tour führt von den in einem Gletschertal zwischen dem Huandoy (6.395 m) und dem Huascarán (6.768 m – höchster Berg Perus) gelegenen Lagunas Llanganuco zunächst mit nur geringer Steigung den Talboden entlang, bevor der Weg anschließend in Serpentinen auf 4.400 Meter zu einem kleinen See am Rande eines Hochtals führt. Von dort ist es nicht mehr weit zur Laguna 69, einer kleinen Gletscherlagune, die in atemberaubendem Panorama zwischen Berggipfeln und Gletschereis liegt und in tiefstem blau erstrahlt.
Das Weltkulturerbe der Ruinen von Machu Picchu liegt versteckt zwischen dicht bewachsenen Bergen auf einem steilen Gebirgsstock und entging dadurch dem Schicksal der Zerstörung durch die spanischen Eroberer. Die einstige Stadt der Inkas konnte bis zu 1000 Menschen beherbergen und umfasst mehr als 200 durch Treppen und Wege miteinander verbundene, teilweise mehrstöckige Gebäude. Bisher herrscht keine Einigkeit darüber, welchen Zweck die Stadt erfüllen sollte – Rückzugsgebiet der Herrscher, Religiöses Zentrum oder etwas ganz anderes? Es wird heute davon ausgegangen, dass sich die Stadt zum Zeitpunkt der spanischen Eroberung noch im Bau befand und schließlich verlassen wurde und in Vergessenheit geriet bis sie 1911 von Hiram Bingham durch Zufall wiederentdeckt wurde.
Heute ist die Ruinenstadt die wichtigste Sehenswürdigkeit Südamerikas und sorgt für einen stetigen Touristenstrom. Die Anreise erfolgt entweder per Eisenbahn von Cusco nach Aguas Calientes oder zu Fuß auf dem legendären Inka Trail. Der Weg, den bereits die Erbauer der Stadt genommen haben ist Teil eines weitverzweigten Wegenetzes, das sich über insgesamt mehr als 30.000 Kilometer in Südamerika erstreckt. Die Wanderung, die normalerweise am Bahnkilometer 82 der besagten Bahnlinie zwischen Cusco und Aguas Calientes beginnt und 4 Tage dauert, führt von gemäßigtem Klima durch den Nebelwald über die hohen Andenberge zu den Ruinen und bietet unbeschreibliche Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel und in tropische Schluchten. Am Trail liegen weitere, teilweise nur auf diesem Weg erreichbare Inkaruinen wie Winay Wayna oder Sayacmarca. Der Inka Trail ist heute der meistbegangene Trail in Südamerika und geführte Wanderungen (Wanderungen ohne Guide sind verboten) sind meist Monate im Voraus ausgebucht.
Die Stadt Nasca hat selber kaum Sehenswürdigkeiten zu bieten, jedoch ist sie Ausgangspunkt für Rundflüge über die berühmten Linien von Nasca. Dabei handelt es sich um riesige Scharrbilder – auch Geoglyphen genannt – im Wüstengebiet in der Nasca-Ebene. Die Geoglypohen befinden sich auf einer Fläche von mehr als 500 km² und bestehen aus bis zu 20 km langen schnurgerade Linien, geometrischen Formen wie Dreiecke und Trapeze sowie diversen Figuren, die teilweise bis zu mehrere hundert Meter groß sind. Über Sinn und Zweck der Geoglyphen herrscht bislang in der Wissenschaft noch keine Einigkeit. Während frühere Theorien, wie die Idee, die Linien dienten als Landebahnen für Außerirdische, kaum mehr ernst genommen werden, wird heute davon ausgegangen, dass es verschiedene Gründe für die Schaffung der Scharrbilder gegeben haben kann. Während einige der Linien offenbar als Kalender gedient haben, weisen andere auf unterirdische Wasseradern hin und auch die Figuren hatten höchstwahrscheinlich rituelle und astronomische Bedeutungen. Wer sich für die verschiedenen Theorien interessiert, hat die Möglichkeit im Planetarium des Hotels Nasca Lines eine sehr schöne und interessante Show zu den Linien zu besuchen. Zu den bekanntesten Abbildungen gehören zum Beispiel der Affe, der Astronaut, der Kolibri und der Kondor. Durch ihre enorme Größe sind die nur wenige Zentimeter tiefen Scharrbilder erst aus großer Höhe erkennbar. Von Nasca aus starten daher praktisch ununterbrochen kleine Propellermaschinen, mit denen Rundflüge über die Geoglyphen gemacht werden können.
Die Islas Ballestas, die auch „Klein-Galapagos“ genannt werden, sind eine Gruppe kleiner Inseln vor der Paracas Halbinsel südlich von Lima. Die artenreiche Küste an der sich nicht nur diverse Fischarten finden lassen, sondern auch Seelöwen, Pelikane, Pinguine, Kormorane, Delfine, Flamingos und viele weitere Tierarten wurde 1975 zum Naturschutzgebiet erklärt und kann heute auf Bootsfahrten mit ausgebildeten Guides besucht und erkundet werden. Die Islas Ballestas, die aufgrund ihres Reichtums an Guano – als Dünger genutzter Vogelkot – früher große wirtschaftliche Bedeutung hatten, dienen heute unter anderem großen Robbenkolonien, die hier ihre Jungen gebären und aufziehen. Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Ballestas Inseln ist die kleine Stadt Pisco, Heimatort des berühmten Nationalgetränks der Peruaner „Pisco Sour“.
Nur ca. 50 km südlich von Pisco liegt im fruchtbaren Tal des Rio Ica die Weinmetropole Ica. In der von gewaltigen Sanddünen gesäumten Stadt gedeihen im trockenen Klima prächtige Tropfen, die zu einem Besuch in einer "Bodega" einladen. In unmittelbarer Nähe von Ica (ca. 6 km) liegt ein weiterer Höhepunkt, die Oase von Huacachina. Der winzige Ort, dessen Zentrum eine kleine Lagune ist, liegt in Mitten von riesigen Sanddünen und man kommt nicht drum herum sich vorzustellen, in der Sahara zu sein. Ein besonderer Spaß ist das hier sehr populäre "Sandboarding", oder mit einem Buggy durch die endlos erscheinenden Sanddünen zu fahren.
Wer in der Oase übernachtet, sollte es sich nicht nehmen lassen, einmal einen Sonnenuntergang von einer Düne aus zu betrachten. Wer rechtzeitig losläuft hat die Chance, das farbenprächtige Schauspiel hoch über der kleinen Oase zu genießen. Je höher man geht, desto weniger Gesellschaft hat man und desto eindrucksvoller wird das Erlebnis.
Der Manu Nationalpark ist flächenmäßig halb so groß wie die Schweiz und wurde 1973 gegründet, um ein noch völlig intaktes Ökosystem des Regenwaldes zu schützen. Es ist eines der wohl artenreichsten Regenwaldreservate der Erde. Allein 200 Baumarten kommen hier pro Hektar vor (in ganz Europa gibt es nur 160) und 1000 von 9000 auf der Welt existierenden Vogelarten. Um den Wald bestmöglich zu schützen, sind nicht alle Bereiche für den Besucher zugänglich. Der Hauptteil des Parkes steht unter besonderem Schutz und darf nicht betreten werden, ausser von einigen kleinen Indianerstämmen, die keinen Kontakt zur Aussenwelt wünschen.
In der Zona Cultural, der dem Besucher zugänglichen Zone, gibt es mehrere Lodges und kleinere Dörfer. Ein Besuch im Dschungel kann auch von Puerto Maldonado, der Hauptstadt des Departemento Madre de Dios, die seit noch nicht allzu langer Zeit Ausgangspunkt für Urwaldtouren ist, angegangen werden. Im Vergleich zu den Amazonasgebieten um Iquitos und Pucallpa ist der Regenwald bei Puerto Maldonado noch sehr viel weniger stark besiedelt und wird auch weniger bereist. Für Urwaldfans und Naturliebhaber ist deswegen Puerto Maldonado mit seinen umliegenden Urwald-Lodges eine sehr gute Wahl.
Von Arequipa aus kann man eine sehr attraktive Tour zum Colca Canyon, einem der tiefsten Täler der Welt, unternehmen. Die Schlucht ist an einigen Stellen noch gewaltiger als der Grand Canyon in den USA. Der Cruz del Cóndor ist ein idealer Aussichtspunkt, um die majestätischen Andenkondore zu beobachten, die sich von den morgendlichen Aufwinden ohne einen einzigen Flügelschlag aus dem Canyon in die Luft erheben. Geheimsnisvolle Felsmalereien und Höhlen, in denen einst Behälter, sogenannte „Colcas“, für die Lagerung von Getreide aufbewahrt wurden, sind Zeugnisse der vergangenen Collagua Kultur, der einstigen Bewohner der Region.
Der Besuch des Tals gilt als eine der interessantesten und beeindruckendsten Naursehenswürdigkeiten des Landes und sollte nicht verpasst werden. Neben dem sagenhaften Erlebnis, Kondore nur knapp über den eigenen Köpfen vorbeisegeln zu sehen, bietet die Region auch noch andere Sehenswürdigkeiten. So gilt das Tal als eines der bedeutendsten Landwirtschaftsgebiete Perus. Bereits die Inkas schlugen über 6.000 Terrassenanlagen in die Hänge um Mais, Kartoffeln und vieles mehr anzupflanzen. Ein Zwischenhalt auf dem Weg zum Cruz del Condor ist die Ortschaft Chivay, wo man in den örtlichen Thermalquellen herrlich entspannen kann. Von dort aus kann man bei einem Spaziergang gut die schöne Umgebung genießen und sogar unterwegs auch noch die eine oder andere Inka-Ruine finden.
Der Titicacasee, gelegen in der Hochebene zwischen Peru und Bolivien ist mit einer Fläche von 8562 km² auf 3810 mü.M der höchste schiffbare See der Welt. Durch seine wärmespeichernde Kraft gedeihen im Umland des Altiplano diverse Kartoffel-, Getreide und Maisarten. Beeindruckend ist vor allem ein Besuch der berühmten schwimmenden Uro-Inseln, die aus Schilf gefertigten Floße auf denen einst das Volk der Uro lebte. Heute sind die Inseln eine der berühmtesten Touristenattraktionen Perus und Ausflüge zu den Nachfahren der Uro gehören bei fast allen Reisenden zum Programm. Ebenso interessant ist ein Besuch auf der Insel Taquile, wo die einmalige Möglichkeit besteht, bei einer einheimischen Familie zu übernachten und so ihre Lebensweise näher kennenzulernen.
Die Region nördlich von Lima gehört bisher noch nicht zu den klassischen Touristenzielen bei einer Reise nach Peru. Dennoch hat diese Gegend viel zu bieten und wem sich Gelegenheit bietet, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher nach Norden in Erwägung ziehen. Besonders wer sich für alte Kulturen begeistert, kann viel Interessantes finden, aber auch die im Vergleich zum Süden sehr viel grünere Landschaft hält viele Überraschungen bereit.
Um die Stadt Trujillo lassen sich verschiedene Ruinenanlagen der Mochica – einem Volk das zwischen 0 und 700 n. Chr. lebte – besichtigen. Dazu gehören unter anderem die eindrucksvollen Pyramiden Huaca del Sol y de la Luna sowie die riesige Lehmziegelstadt Chan Chan. In Trujillo selber können verschiedene gut erhaltene koloniale Gebäude besichtigt werden und es gibt eine imposante Plaza de Armas, auf der man gemütlich das bunte Treiben der Leute an sich vorbeiziehen lassen kann. Weiter nördlich können von Chiclayo aus interessante Ausflüge zum Museum der Grabstätte des Herrn von Sipan oder in das Tal von Tucume gemacht werden, wo auf engstem Raum 26 gewaltige Pyramiden von den Lambayeque-Mochica (ca. 750 n. Chr.) errichtet worden sind. Für Wassersportfreunde eignen sich die Küstenabschnitte dieser Gegend besonders – bei Puerto Chicama finden Surfer die längste linksdrehende Welle der Welt und in Richtung Ecuador gibt es um Mancora kilometerlange Sandstrände, die zum Baden und Sonnen einladen. Wer es gar bis zur Grenze nach Ecuadro schafft, wird mit reicher Vegetation von Trockenwäldern bis Mangrovenwäldern belohnt. Wer von Trujillo und Chiclayo aus tiefer ins Inland vordringt hat die Möglichkeit, die Andenstadt Cajamarca zu besuchen, in der einst der Inkahäuptling Atahualpa enthauptet wurde. Das attraktive Städtchen ist besonders für seine Karnevalsveranstaltungen bekannt, hat aber auch sonst einiges zu bieten. Unter anderem werden Ausflüge zu den Hochlandagrarprojekten durchgeführt, bei denen die Besucher aktiv am landwirtschaftlichen Alltag der Hochlandbauern teilnehmen können. Weitere Ausflugsziele sind die Ventanillas de Otuzco (in den Fels geschlagene Grabstätten), die Baños del Inca (Thermalbäder mit leicht schwefelhaltigem Wasser) sowie das präinkaische Kanalsystem und die Felszeichnungen von Cumbemayo. Noch weiter Richtung Amazonas schließlich liegen die Ruinen von Kuelap, der zweiten überragenden archäologischen Sehenswürdigkeit Perus neben Machu Picchu. Die gewaltige Festungsanlage aus dem 12. Jahrhundert n. Chr. mit verschiedenen Stadtvierteln, Türmen und Verteidigungsanlagen ist lange nicht so bekannt wie Machu Picchu, ein Besuch ist jedoch auch gerade wegen dieser geringen touristischen Bekanntheit ein absolutes Highlight. Wer entlang der Küste nach Norden reist, kann sich - je näher er der ecuadorianischen Grenze kommt - auf wunderschöne Sandstrände freuen. In Mancora zum Beispiel bietet der kilometerlange Sandstrand eine wunderbare Gelegenheit sich ein paar Tage Ruhe zu gönnen. In Tumbes schließlich, der an sich eher unattraktiven Grenzstadt, besteht die Möglichkeit einer Schiffstour in den Mangrovenwäldern vor der Küste wo unzählige Fregattvögel, Leguane, Pelikane und manchmal auch Delfine bestaunt werden können.

Reiseinfos

Die Republik Peru grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile und an den Pazifik, bedeckt eine Fläche von der knapp vierfachen Größe Deutschlands und ist damit das drittgrößte Land Südamerikas. Das Land lässt sich grob in drei Bereiche unterteilen: Die Küste - eines der trockensten Gebiete der Erde - die Anden und die Regenwaldgebiete. Etwa ein Drittel des Landes besteht aus Gebirge, weitere große Teile gehören zu den unwegsamen Urwaldgebieten um den Amazonas. Berühmt und weithin bekannt ist Peru vor allem für die sagenhafte Inkaruine Machu Picchu und eine Reise in das Land der Inkas ist für alle Interessierten vergangenen Kulturen Südamerikas ein Muss. Darüber hinaus hat das Land aber noch sehr viel mehr zu bieten. Kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Linien von Nasca gehören dabei ebenso zu den Highlights wie atemberaubende Wüstenlandschaften, Trekkingtouren im Hochgebirge, Bootsfahrten in den unglaublich artenreichen Küstengebieten der Paracas Halbinsel oder Dschungeltouren im Amazonasgebiet. Die Vielfalt der Natur und Kultur Perus bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten für jeden Geschmack und ist Garant für eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Reise.

Einreise

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher ist bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum notwendig. Für die Einreise nach Peru genügt ein ab Datum der Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass.

Impfungen

Für Ihre Reise nach Peru empfehlen wir Ihnen, eine Impfung gegen Typhus, Hepatitis A und gegebenenfalls B sowie bei längeren Trekkingreisen gegen Tollwut in Betracht zu ziehen. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich rechtzeitig vor Ihrer Abreise bei Ihrem Hausarzt oder beim nächsten Tropeninstitut. Spätestens zwei Monate vor der Abreise sollten Sie außerdem die Wirksamkeit der bei uns geltenden Standardimpfungen überprüfen, da bei eventuell notwendigen Auffrischungen häufig relativ große Abstände zu Reise-Impfungen einzuhalten sind. Zu den erforderlichen Standardimpfungen gehören die Tetanus-Impfung (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung) und Diphtherie. Für Peru und Bolivien ist laut dem Auswärtigem Amt seit Anfang 2008 eine Gelbfieberimpfung bei Reisen in die Urwaldgebiete vorgeschrieben und wird ggf. auch kontrolliert. Der Schutz gegen Gelbfieber besteht nach einer Impfung für etwa 10 Jahre, die Impfung wird in den gelben Impfausweis eingetragen. Kann dieser nach Aufforderung nicht vorgezeigt werden, können Zwangsimpfungen veranlasst werden. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird ausserdem von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Peru. <b>Wichtig:</b> Die Impfvorschriften können sich aufgrund gesetzlicher Regelungen kurzfristig ändern! Sie sollten sich über Infektions- und Impfschutz rechtzeitig vor Ihrer Abreise bei Ihrem Arzt oder beim einem Tropeninstitut informieren.

Sicherheit und Gesundheit

<b>Sicherheit:</b> Die Zeiten der extremistischen und gewalttätigen Bewegung „Sendero Luminoso“ die eine Reise nach Peru risikoreich machten, sind endgültig vorbei. Heute ist es grundsätzlich kein Problem mehr in Peru zu reisen. Man sollte sich als Reisender jedoch immer darüber im Klaren sein, dass das Land trotz seiner Beliebtheit als Reiseziel immer noch ein Dritte Welt Land ist und Touristen in den Augen der Einheimischen als reich gelten. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn Diebstähle immer mal wieder vorkommen. Im Allgemeinen kann man den meisten Gefahren jedoch durch logisches Denken und gesunden Menschenverstand aus dem Weg gehen. <b>Hier einige Tipps:</b> Lassen Sie keine Wertgegenstände offen herumliegen – auch nicht im Hotelzimmer. Tragen Sie Ihr Geld und Ihre Dokumente unsichtbar unter Ihrer Kleidung – z.B. in einem Geldgürtel – und lassen Sie Ihre Wertgegenstände in den Hotels gegen eine Quittung im Safe einschließen. Reisen Sie vorzugsweise tagsüber und meiden Sie Nachts unsichere und unbeleuchtete Gegenden. Reisen Sie mit renomierten Busgesellschaften und nehmen Sie nur registrierte Taxis. Achten Sie auf verschlossene Kofferräume bei Taxis. Meiden Sie Gedränge und große Menschenmengen, bzw. achten Sie in solchen Situationen besonders auf Ihre Wertgegenstände. Gehen Sie nicht allein mit Unbekannten mit, auch wenn sie noch so freundlich sind. Darüber hinaus kann es auf einer Reise durch Peru gelegentlich zu Verzögerungen durch Streiks oder Straßenblockaden kommen, wodurch gegebenenfalls der Reiseablauf kurzfristig geändert werden muss. Dies ist jedoch kein Grund für Beunruhigung und sollte gelassen hingenommen werden. <br> <b>Gesundheit:</b> Die medizinische Versorgung in Peru ist in teuren Privatkliniken durchaus mit europäischem Standard zu vergleichen. In öffentlichen Kliniken ist der hygienische und technische Standard jedoch oftmals problematisch und es können Verständigungsprobleme mit dem oft rein spanischsprachigen Personal aufkommen. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen an Ihren Reiseleiter oder an die Rezeption in Ihrem Hotel. Oft gibt es in den touristischen Regionen in Südperu sogenannte „Touristenärzte“ die nach europäischen Standard ausgebildet sind und fließend Englisch, manchmal sogar deutsch sprechen. Wir empfehlen auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung sowie eine Reiserückholversicherung abzuschließen. Darüber hinaus sollten Sie eine individuelle Reiseapotheke mitführen. Zu den bei auftretenden Krankheiten gehören unter anderem die Höhenkrankheit (Soroche) sowie diverse Durchfallerkrankungen. In den tropischen Gebieten Perus tritt in seltenen Fällen Malaria auf. Eine gute Vorbeuge durch entsprechende Kleidung und Mückenschutz sowie das Mitführen eines Stand-by Mittels gegen Malaria halten das Risiko einer Infektion sehr gering.

Zeitunterschied

Im Winterhalbjahr beträgt der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Peru 6 Stunden. Während der Sommerzeit erhöht sich der Unterschied auf 7 Stunden. Wenn es also bei uns 18:00 Uhr ist, ist es in Peru entsprechend 12:00 Uhr im Sommer oder 11:00 Uhr im Winter.

Elektrizität

Die Spannung beträgt in Peru im Allgemeinen 220 Volt (60Hz) mit Ausnahme von Iquitos, wo die Netzspannung bei 100 Volt (50 Hz) liegt. Die meisten in Europa erhältlichen Elektrogeräte sind auf eine Stromspannung zwischen 110 und 220 Volt ausgerichtet. Manchmal ist eine Umstellung am Gerät möglich. Sicherheitshalber sollten Sie jedoch die Angaben auf Ihrem Gerät überprüfen.<br> Die Form der Stecker ist normalerweise die der amerikanischen Flachstecker. Sie sollten sich also (vorzugsweise bereits zu Hause) einen Adapter anschaffen, wenn Sie während Ihres Aufenthaltes mitgebrachte Elektrogeräte nutzen möchten.

Währung und Zahlungsmittel

Die Landeswährung ist der Nuevo Sol (Abkürzung PEN). Ein Sol ist unterteilt in 100 Centimos. Es gibt Münzen von 10, 20 und 50 Centimos, 1, 2 und 5 Nuevos Soles und Scheine im Wert von 10, 20, 50, 100 und 200 Soles. Dabei sollten Sie darauf achten, dass in Geschäften Scheine über 20 Soles selten akzeptiert werden. Vor allem in kleineren Läden und auf Märkten werden selbst 10 Sol Scheine oft kritisch beäugt oder gar abgelehnt. Wer immer auf ausreichend viel Kleingeld achtet, ist deutlich im Vorteil. In den meisten touristischen Gegenden wird auch der amerikanische Dollar, inzwischen teilweise sogar der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, wobei man jedoch immer auf den Kurs achten sollte. Reiseschecks können wir Ihnen als Zahlungsmittel in Peru nicht empfehlen, da sie nur von Banken und einigen wenigen Hotels akzeptiert werden. Der Umtausch in Banken ist eine langwierige und komplizierte Angelegenheit, die Gebühren sind hoch und die gebotenen Wechselkurse schlecht. Kreditkarten, vor allem Visa, werden inzwischen vielerorts akzeptiert und mit Kredit- und EC-Karte kann in allen größeren Städten Geld in Landeswährung oder in US-Dollar abgehoben werden.

Menschen & Kultur

Peru hat eine Gesamtbevölkerung von 28 Millionen Menschen, wobei beinahe ein Drittel in der Metropolregion Lima an der Pazifikküste lebt. Weitere Ballungsräume stellen die Städte Trujillo, Arequipa und Cusco dar. Es herrscht eine starke Landflucht, die vor allem in der Hauptstadt als Ziel vieler Zuwanderer zu starken sozialen Problemen führt. Ungefähr die Hälfte der Einwohner Perus sind als sogenannte „Indígenas“ Angehörige einer der ursprünglichen Volksgruppen – den Quechua oder den Aymara. Ein Drittel der Peruaner sind Mestizen, also Mischlinge zwischen Indígenas und Weissen und etwa zehn Prozent sind (mehr oder weniger) reinblütige Nachfahren der Spanier. Darüber hinaus leben schwarze, chinesische und japanische Minderheiten im Land. Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung lebt im Küstentiefland, 40 Prozent in den Gebirgsregionen. Das am dünnsten besiedelte Gebiet ist das Amazonas-Tiefland mit knapp einem Zehntel der Bevölkerung auf rund zwei Dritteln der Gesamtfläche des Landes. Viele der im Gebirgsland der Anden lebenden indigenen Bevölkerung haben die Bräuche und Überlieferungen ihrer Vorfahren bewahrt. Die an der Küste und in den Städten des Hochlandes angesiedelten Peruaner hingegen haben einen modernen westlichen Lebensstil angenommen.
Die große Mehrheit der peruanischen Bevölkerung (über 93 Prozent) ist katholisch, wobei das Christentum häufig mit traditionellen Bräuchen und Glaubensrichtungen vermischt wird. So kommt es, dass zum Beispiel an einem christlichen Feiertag auch gleichzeitig Rituale zur Ehrung der Mutter der Erde, der Pachamama, durchgeführt werden. Auch die Familie spielt im Leben der Peruaner eine zentrale Rolle und traditionelle Familienstrukturen werden vor allem bei der ländlichen Bevölkerung auch heute noch hochgeschätzt.
Die offizielle Landessprache in Peru ist Spanisch, das in Südamerika “Castellano“ genannt wird. Die Muttersprache der indigenen Bevölkerung ist hingegen Quechua, die ein wichtiges Erbe der alten Inka-Vergangenheit darstellt. Auf dem Altiplano in der Region um den Titicacasee ist die ebenfalls sehr alte indigene Sprache Aymara häufig anzutreffen. Darüber hinaus existieren noch verschiedene Sprachen im Amazonasgebiet, die eine erstaunliche Vielfalt an Sprachfamilien aufweisen. Heute noch gibt es dort 15 linguistische Stämme, die 38 verschiedene Sprachen bilden. Das in Peru gesprochene Castellano unterscheidet sich von dem in Spanien gesprochenen Spanisch. Im Laufe der Zeit hat sich aus der Sprache der Conquistadores ein Dialekt mit leicht abgewandelter Aussprache und teilweise gar anderen Ausdrücken entwickelt. So wird das im Spanischen mit „plötzlich“ zu übersetzende „de repente“ in Peru im Sinne von „vielleicht“ verwendet, und wer in Peru ein „gaseosa“ bestellt, bekommt nicht wie in Spanien ein mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser, sondern irgendein kohlesäurehaltiges Getränk wie Cola oder Limonade. Ebenfalls hat sich teilweise die Grammatik der Sprache verändert, wo grammatikalische Strukturen aus dem Quechua auf das Castellano übertragen wurden.
Zu den beliebtesten Getränken in Peru gehören die Maisgetränke wie Chicha Morada (roter Maissaft) und Chicha de Jora (Maisbier) sowie eine ganze Reihe stark zuckerhaltiger Limonaden, wie die überall präsente, leuchtend gelbe Inca Cola. Ebenfalls beliebt sind die diversen frischen Fruchtsäfte, die man mit Milch oder pur vor allem auf Märkten bekommt. Das bekannteste alkoholische Getränk des Landes ist der Pisco, ein Branntwein der vor allem als „Pisco Sour“ mit Limettensaft, aufgeschäumtem Eiweiß, Angostura und etwas Zimt serviert wird. Die peruanische Küche ist stark regional geprägt und lässt sich grob in die drei Regionen Küste, Gebirge und Regenwald unterteilen. Die wichtigsten Zutaten sind Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Yuca, Mais und Kochbananen. Gewürzt wird großzügig mit Knoblauch und Pfeffer. Ein typisches Gericht in Küstenregionen ist die Ceviche, die aus in Limettensaft, Zwiebeln und Petersilie mariniertem rohem Fisch oder Meeresfrüchten besteht und mit Süßkartoffeln und Mais serviert wird. Als Spezialität der Bergregionen zählen vor allem Cuy (Meerschweinchen) und Alpaca und im Regenwald finden sich verschiedenste Arten von Früchten sowie die sogenannten „Urwaldknödel“ – Tacachos – aus Kochbananen, Speck, Maniok und Bohnen.

Wetter & Klima

Das Klima Perus schwankt ebenso stark wie die Landschaften. Während die Durchschnittstemperatur in einigen Regenwaldgebieten bei bis zu 31° C liegt und auch an der Küste 18° C und mehr erreicht, liegt sie in der Andenregion bei 10 bis 15° C, in sehr hohen Gebieten sogar unter dem Gefrierpunkt.

Beste Reisezeit

Für Peru gibt es keine allgemeingültige beste Reisezeit, denn das Klima unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen des Landes stark voneinander. Küste, Andenhochland und Regenwaldregion sind die drei bedeutenden Klimazonen. Grundsätzlich unterscheidet man in Peru jedoch in zwei Jahreszeiten, nämlich die Regen- und die Trockenzeit. Peru kann ganzjährig bereist werden, für die verschiedenen Regionen gibt es unterschiedliche beste Reisemonate.
Im Andenhochland beginnt die Trockenzeit und damit die beste Reisezeit im Mai und dauert bis September an. In dieser Zeit herrscht fast durchgehend strahlender Sonnenschein bei klarem, blauem Himmel. Allerdings fallen in dieser Zeit auch die Temperaturen nachts am stärksten ab – in Cusco, auf 3326 m, kann es daher während dieser Monate zu Temperaturunterschieden von 18 bis 25° C tagsüber und auf unter 0° C nachts kommen. Die Regenzeit liegt zwischen Oktober und Mai, wobei jedoch der Februar der regenreichste Monat ist. In den Ostanden ist die Regenzeit etwas ausgeprägter.
An der Küste sowie in den westlichen Andenregionen sind die Monate Dezember bis April sonnig mit Temperaturen zwischen 22 und 32 °C und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit, allerdings ohne Regen. Diese Monate gelten für besagte Region als ideale Reisezeit. Auch die Badesaison fällt in diese Zeit, wobei die Meerestemperatur in Peru das ganzes Jahr über relativ kühl ist (ca. 24 °C), wofür der Humboldtstrom verantwortlich ist. In den restlichen Monaten hingegen befindet sich das Land meist unter einer Wolkendecke oder gar im Küstennebel (Garúa). Die Stadt Lima ist hiervon besonders betroffen, da Luftverschmutzung und Smog die Bildung und das Bestehen des Küstennebels begünstigen.
In der Regenwaldregion im Flachland ist die zeitliche Verteilung der Regen- und Trockenzeit ungefähr mit derjenigen der Anden zu vergleichen. Während der Regenzeit, vor allem in den Niederschlagsstärksten Monaten Januar bis April, können die Regenfälle derart heftig werden, dass Strassen überflutet werden und gesperrt werden müssen. In dieser Region fällt auch in der Trockenzeit regelmäßig Regen, jedoch scheint auch sehr oft die Sonne und die Luftfeuchtigkeit ist generell etwas niedriger als in der Regenzeit. Die Temperaturen liegen während der Trockenzeit oft über 30° C, der Wasserstand der Flüsse und Seen sinkt und die Wege und Strassen sind in gutem Zustand. Aufgrund der niedrigen Wasserstände ist diese Zeit auch besonders geeignet für Tierbeobachtungen.

Geographie

Mit einer Fläche von 1.285.216 km² ist Peru nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile und gehört zur intertropischen Zone. Peru wird geographisch in drei natürliche Regionen unterteilt: im Westen die Costa, die immer trockene Wüstenlandschaft der Küstenregion, im Inneren die Sierra, das von spektakulären andinen Hochbecken und Gipfeln durchzogene Andenhochland und im Osten der Regenwald - "La Selva" -, das schwüle und immer grüne Amazonas Tiefland.
An der Pazifikküste im Westen des Landes befindet sich ein schmaler Wüstenstreifen, der ungefähr zehn Prozent des Gesamtgebietes ausmacht. Er ist von mehreren Flussoasen durchzogen und nicht von extremer Hitze, sondern vielmehr von dem durch den kalten Humboltstrom hervorgerufenen Küstennebel und Nieselregen geprägt. Als Besonderheit gelten die Küstencordilleren – Lomas – auf denen Kakteen, Sträucher und Wüstenpflanzen wachsen die ihren Feuchtigkeitsbedarf durch den Nebel decken. Durch die Küstenwüste zieht sich von Norden nach Süden die Carretera Panamericana.
Im Osten des Landes befindet sich das Amazonastiefland mit seinen noch weitgehend unerforschten Regenwaldgebieten. Die Region bedeckt 60 Prozent des peruanischen Territoriums, ist jedoch das bei weitem am dünnsten besiedelte Gebiet des Landes. Hier entsteht der Amazonas aus dem Zusammenfluss der beiden Flüsse Ucuyali und Marañon. Der Regenwald ist beinahe undurchdringlich und das Gebiet ist mit Straßen kaum erschlossen. Hauptverkehrswege für die Bevölkerung sind die zahlreichen Flüsse.
Die Gebirgsregion der Anden im Zentrum des Landes nimmt ungefähr 30 Prozent der Gesamtfläche Perus ein und ist von den vielen Gipfeln der bis zu 6.000 Meter hohen Berge mit ihren Schneegipfeln und dem andinen Hochplateau geprägt. Während sich im Nordwesten die Gebirgszüge der Schwarzen Kordillera befinden, die nicht an die Schneegrenze heranreichen und sehr vegetationsreich sind, liegen weiter östlich die Weissen Kordilleren. In diesem Gebiet mit seinen hohen Bergen und schnee- und eisbedeckten Gipfeln befindet sich auch der Huascarán, der mit seinen 6.768 Metern der höchste Berg Perus ist. Gegen Süden ist die Landschaft von weniger markanten Bergmassiven zwischen 3.000 und 5.000 Metern geprägt. Hier trifft man auch gelegentlich auf Vulkankegel. Das im Süden gelegene Hochlandbecken des Altiplano auf ungefähr 3.500 Metern Höhe, in dem sich auch der berühmte Titicacasee befindet, ist der Lebensraum der meisten Andenbewohner.

Feste & Feiertage

Die Peruaner sind, wie alle Südamerikaner, ein sehr feierfreudiges Volk und in ihren Festen kommen sowohl die präkolumbianischen Traditionen als auch die eingebrachten Sitten und Bräuche der Spanier zur Geltung. Daher finden sich oftmals in einer ursprünglich katholischen Feier viele Elemente traditioneller Glaubensrichtungen wieder. Neben den nationalen Feiertagen hat beinahe jede Stadt und jede Region noch viele andere Feste und Feiern zu Ehren von lokalen Schutzpatronen oder auch Feste rein heidnischen Ursprungs. Die Städter sind dabei oft noch stark emotional an ihre unterschiedlichen Heimatorte gebunden und feiern die Feste ihrer Herkunftsorte – sei es der Dschungel oder die Hochanden – auch an ihrem neuen Wohnort zeitgleich mit der Originalfeier.
  • 1. Januar= Año Nuevo (Neujahr)
  • Februar / März= Carnaval (Karneval) und Diabala - das berühmte mehrtägige Maskenfest in Puno
  • März / April= Karfreitag und Ostern, Semana Santa mit Prozessionen und bunten Umzügen
  • Anfang März= Vendima Festival in Ica mit Feiern zur Traubenernte
  • 20. März= Paucawaray (Blumenfest im Andenhochland)
  • 1. Mai= Día de los Trabajadores (Tag der Arbeit)
  • Mai / Juni= Fronleichnahm
  • 14. Juni= Día de los Campesinos – nur halber Tag (Bauerntag)
  • 23./24. Juni=Inti Raymi mit Tänzen, Umzügen und Folkloreveranstaltungen in Cusco
  • 29. Juni= Fiesta Pedro y Paulo (Peter und Paul)
  • 28./29. Juli= Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)
  • 15. August= Virgen de la Asunciación (Maria Himmelfahrt)
  • 30. August= Santa Rosa de Lima (Fest zu Ehren der heiligen Rosa von Lima)
  • 22.-26. September= Coya Raymi (Mondfest im Andenhochland)
  • 8. Oktober= Día de la Dignidad Nacional (Tag der nationalen Würde)
  • 18./19. Oktober= Señor de los Milagros in Lima
  • 1. November= Día de Todos los Santos (Allerheiligen)
  • 8. Dezember= Maria Empfängnis
  • 25. Dezember= Navidad (Weihnachten)
  • 31. Dezember= Noche de San Silvestre (Silvester)
  • Die Peruaner sind, wie alle Südamerikaner, ein sehr feierfreudiges Volk und in ihren Festen kommen sowohl die präkolumbianischen Traditionen als auch die eingebrachten Sitten und Bräuche der Spanier zur Geltung. Daher finden sich oftmals in einer ursprünglich katholischen Feier viele Elemente traditioneller Glaubensrichtungen wieder. Neben den nationalen Feiertagen hat beinahe jede Stadt und jede Region noch viele andere Feste und Feiern zu Ehren von lokalen Schutzpatronen oder auch Feste rein heidnischen Ursprungs. Die Städter sind dabei oft noch stark emotional an ihre unterschiedlichen Heimatorte gebunden und feiern die Feste ihrer Herkunftsorte – sei es der Dschungel oder die Hochanden – auch an ihrem neuen Wohnort zeitgleich mit der Originalfeier.
  • 1. Januar= Año Nuevo (Neujahr)
  • Februar / März= Carnaval (Karneval) und Diabala - das berühmte mehrtägige Maskenfest in Puno
  • März / April= Karfreitag und Ostern, Semana Santa mit Prozessionen und bunten Umzügen
  • Anfang März= Vendima Festival in Ica mit Feiern zur Traubenernte
  • 20. März= Paucawaray (Blumenfest im Andenhochland)
  • 1. Mai= Día de los Trabajadores (Tag der Arbeit)
  • Mai / Juni= Fronleichnahm
  • 14. Juni= Día de los Campesinos – nur halber Tag (Bauerntag)
  • 23./24. Juni=Inti Raymi am 23. / 24. Juni mit Tänzen, Umzügen und Folkloreveranstaltungen in Cusco
  • 29. Juni= Fiesta Pedro y Paulo (Peter und Paul)
  • 28./29. Juli= Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)
  • 15. August= Virgen de la Asunciación (Maria Himmelfahrt)
  • 30. August= Santa Rosa de Lima (Fest zu Ehren der heiligen Rosa von Lima)
  • 22.-26. September= Coya Raymi (Mondfest im Andenhochland)
  • 8. Oktober= Día de la Dignidad Nacional (Tag der nationalen Würde)
  • 18./19. Oktober= Senor de los Milagros in Lima
  • 1. November= Día de Todos los Santos (Allerheiligen)
  • 8. Dezember= Maria Empfängnis
  • 25. Dezember= Navidad (Weihnachten)
  • 31. Dezember= Noche de San Silvestre (Silvester)
  • Interessante Städte

    Lima ist Hauptstadt und gleichzeitig größter Ballungsraum des Landes. Mit fast acht Millionen Einwohnern ist die Metropolregion das wirtschaftliche, politische und soziale Zentrum Perus. Obwohl nicht gerade für ihre Schönheit bekannt, sollte Lima bei jeder Perureise mit auf dem Programm stehen.
    Sehenswert ist unter anderem die zum Weltkulturerbe erklärte Altstadt mit der großen Plaza de Armas, an welcher der Regierungspalast und die Kathedrale liegen sowie die Iglesia San Francisco, die Iglesia la Merced und die Iglesia Santo Domingo. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Plaza 2 de Mayo, wo hunderte von Händlern versuchen ihre Waren an den Mann zu bringen. Im Gegensatz zur historischen Athmosphäre in der Altstadt steht der Besuch im modernen Stadtteil Miraflores, wo sich verschiedenste Einkaufsmöglichkeiten und gastronomische Angebote finden lassen. Einen Besuch wert ist auch das Goldmuseum der Stadt, in der sich eine erstaunlich große und vielseitige Sammlung an präkolumbianischen Kunstwerken befinden.
    Die von den Spaniern gegründete Andenstadt liegt südlich von Lima und gehört zu den interessantesten Orten der Anden. Im typischen Kolonialstil erbaut zählt die Stadt nicht weniger als 37 Kirchen und ist Standort einer der wichtigsten indigenen Universitäten des Landes. Besonders in der Karwoche, wenn zahlreiche Prozessionen und Feiern stattfinden lohnt ein Besuch. Bekannt ist Ayacucho vor allem für Lederwaren, Wollkleider und filigranses Kunsthandwerk aus Holz und Alabaster.
    Die ehemalige Inkastadt ist heute das wichtigste Reiseziel Perus für Touristen aus aller Welt. Sie liegt auf über 3.400 Metern Höhe und ist Ausgangspunkt für einen Besuch der weltberühmten Inkafestung Machu Picchu. Früher einmal „Nabel der Welt“ während des Inkaimperiums, gilt Cusco heute als archäologische Hauptstadt des amerikanischen Kontinents. Obwohl heute nur noch einzelne Grundmauern von der ehemaligen Inka-Architektur zeugen, wird die einzigartige präkolumbianisch-kolonialistische Mischarchitektur und Mischkultur bei einem Spaziergang durch die vielen kleinen und größeren Gassen der Stadt deutlich und macht sie zur schönsten und abwechslungsreichsten Stadt Perus.
    Die Sehenswürdigkeiten in und um Cusco sind zahlreich. Als Herz der Stadt lässt sich zweifellos die attraktive Plaza de Armas bezeichnen, von wo aus ein Großteil der Sehenswürdigkeiten schnell und unkompliziert erreicht werden kann. So zum Beispiel die Kathedrale, die Kirche La Campaia, Santo Domingo und Coricancha, das Viertel San Blas, Santa Catalina. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Cusco zählen unter anderem die Ruinenstätte Sacsayhuamán, Tambo Machay (das „Bad der Inka“), die Terrassen der präkolumbianischen landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Moray oder die jahrhunderte alten Salzterrassen von Pichingote.
    Die Bergstadt Arequipa liegt auf über 2.300 Metern Höhe und wird von den Vulkankegeln des 5.822 Meter hohen Misti, des 6.057 Meter hohen Chachani sowie des etwas kleineren und entfernter liegenden Pichu Pichu dominiert. Es gibt zwei sehr unterschiedliche Erklärungen für den Beinamen „Weisse Stadt“, mit dem Arequipa sich schmückt: Touristen wird gerne erzählt, dass sich der Name auf die vielen aus dem weiße, vulkanischen Sillar-Gestein errichteten Gebäude in der zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt bezieht. Wahrscheinlicher ist allerdings ein Zusammenhang mit der Tatsache, dass im Stadtzentrum einst nur hellhäutige spanischstämmige Bewohner lebten, die es der einheimischen Bevölkerung verboten, sich im Innenstadtbereich niederzulassen. Die Stadt genießt durch die Nähe zum Pazifik ein sehr mildes und sonniges Klima, was ihr den Namen „Stadt des ewigen Frühlings“ eingebracht hat
    Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen vor allem die Kathedrale an der Plaza de Armas sowie das Kloster Santa Catalina, das auf Grund seiner Größe als eigene „Stadt in der Stadt“ bezeichnet wird und erst 1970 nach hunderten Jahren Isolation seine Tore für die Allgemeinheit öffnete. Von Arequipa aus kann besonders ein Ausflug in den Colca Cañon empfohlen werden, der mit bis zu 3.000 Metern Höhenunterschied zu den tiefsten Schluchten der Welt zählt und von wo aus die einmalige Möglichkeit besteht Kondore, die beeindruckenden Nationalvögel Perus, aus nächster Nähe bei Ihrem Flug im Cañon zu beobachten.
    Nicht weit vom Zentrum entfernt befindet sich der Markt San Camillo, der fast ausschließlich von Einheimischen genutzt wird. Unter dem von Eiffel entworfenen Dach der Markthalle kann man alles finden: Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch, Kleidung und Schreibwaren, Heilmittel und Medizinische Kräutermischungen. Ein kleiner Bummel durch das Wirrwarr aus Händlern und Käufern ist ein interessantes und authentisches Erlebnis der Kultur Perus
    Die bedeutendste Stadt im Dschungel Perus, die nur über den Luftweg oder per Boot zu erreichen ist, ist neben Puerto Maldonado Ausgangspunkt für fast alle organisierten Urwaldtouren des Landes. Als sehenswert wird hier vor allem die schwimmende Barackenstadt Belén mit ihrem bunten Markt angepriesen, bekannt ist ausserdem das Eisenhaus des Herrn Eiffel – Erbauer des Eiffelturms in Paris. Bei einem Bummel durch die Straßen des Zentrums lassen sich darüber hinaus viele alte, einst sehr schöne und prächtige, mit bunten Fliesen verzierte Häuser finden die noch aus den Zeiten des Gummi-Booms stammen. Da es keine Straßen in das Urwaldgebiet um Iquitos gibt, findet man kaum Autos auf den Straßen, dafür aber um so mehr Mototaxis, die mit ihrem lauten knatternden Motoren überall zu sein scheinen und den Charakter der Stadt prägen.
    Obwohl die Stadt wahrlich nicht als Schönheit gelten kann, hat sie doch eine ganz besondere Atmosphäre, die in Peru einzigartig ist. Die fröhliche, aufgeschlossene und laute Mentalität der Einheimischen lässt sich besonders gut bei einem abendlichen Spaziergang am Malecon einfangen wo Straßenkünstler und Tanzgruppen unterhalten, Einheimische flanieren und Händler ihre Waren anbieten. Allerdings sollten bei einem solchen Spaziergang die Wertsachen zu Hause gelassen werden. Zwar ist meist Polizei anwesend, jedoch laden Menschenmassen immer auch Taschendiebe ein, die von dem allgemeinen Gedränge und der Unaufmerksamkeit der Spaziergänger profitieren.
    Trujillo ist mit ihren 750.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Perus und die wichtigste Stadt nördlich von Lima. Sie gilt als eine der ruhigsten und auch sichersten Städte des Landes.
    Herz der Stadt ist die große, sehr schöne und beeindruckende Plaza de Armas, in deren Mitte ein großes Freiheitsdenkmal aus Marmor steht. An der Plaza und den angrenzenden Straßen lassen sich viele sehr schöne Beispiele für Kolonialhäuser mit prächtigen Innenhöfen finden, die teilweise besichtigt werden können. Von Trujillo aus sollten auf keinen Fall Ausflüge zu den berühmten Huacas del Sol und de la Luna (Sonnen- und Mondpyramide) verpasst werden, die von der Kultur der Mochica um 500 n. Chr. erbaut wurden. Ebenfalls sehr beeindruckend ist ein Besuch der Lehmziegelstadt Chan Chan, die sich einst über 20 km² erstreckte und in der Zeit des Reiches der Chimú um 1000 bis 1400 n. Chr. die größte Stadt Südamerikas war. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind die Huaca del Dragón, Huaca La Esmeralda, Huaca Arcoiris und die Huaca el Brujo sowie das reizende Fischerdorf Huanchaco, das vor allem für seine „Caballitos de Totora“ – die Schilfrohrboote – bekannt ist, mit denen die Fischer noch heute aufs Meer fahren.
    Der Fischerort Huanchaco liegt nur ungefähr 15 Minuten vom Stadtzentrum Trujillos entfernt und eignet sich hervorragend für einen gemütlichen Spaziergang am Strand, fern ab vom Lärm der Stadt. Die vielen Restaurants sind bekannt für ihre Meeresfrüchtespezialitäten – wer zum Beispiel einmal eine typische Ceviche (Gericht aus rohem Fisch, mariniert in Limettensaft und Paprikasauce) probieren will, ist hier an der richtigen Adresse.

    Um einen Eindruck vom Leben der Landbevölkerung zu bekommen lohnt ein Ausflug in die kleine Ortschaft Otuzco in den Bergen. Bei einem Aufstieg über die mit Blumen geschmückten Treppen zum höchsten Punkt des Dorfes kann man einen traumhaften Ausblick über das Tal und die angrenzenden Berg- und Hügelketten genießen. Auf der Plaza verkaufen Frauen selbstgemachtes Gebäck und auf dem wöchentlichen Markt in den kleinen Gassen kommt die Bevölkerung der umliegenden Gegenden zu Pferd und mit Lamas, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Neben Wundermitteln gegen alle erdenklichen Krankheiten kann man hier auch eine unglaubliche Vielfalt an einheimischen Kartoffel-, Mais- und Gemüsesorten finden oder auch kleine Meerschweinchen samt Kraftfutter zur Aufzucht erstehen. Touristen gibt es hier praktisch nicht.

    Literatur & Links

    Lonely Planet - Reiseführer Peru; Sara Benson, Paul Hellander und Rafael Wlodarski; 24,95 €
    Dieser Reiseführer bietet allen Individualreisenden die passenden Informationen zu Land, Kultur und Leute.
    Reise Know How Peru/Bolivien; Kai Ferreira Schmidt, Reise Know How Verlag Rump; 25 €
    Mit dem Reise Know How wird eine Erkundung des Landes auf eigene Faust zu einem unvergesslichen Erlebnis.
    Die Gesichter Südamerikas: Eine Abenteuerreise durch Argentinien, Chile, Bolivien, Peru und Kolumbien; Reiseerzählung von Thomas Bauer; Wiesenburg Verlag; 22,90€
    Thomas Bauer erzählt in seinem Reisebericht spannend und informativ über die kleinen und großen Abenteuer einer Reise nach Südamerika.
    Peru – Das Erbe der Inka; Bildband von Heiko Beyer und Markus Friedrich; Bruckmann Verlag; 39,90 €
    Fantastische Fotos und ein persönlicher Reisebericht der Autoren machen dieses Buch zu einem Muss für alle, die Peru einmal besuchen möchten oder die Erinnerungen an dieses schöne Land zu Hause wieder erleben möchten.
    Klassische und moderne Rezepte aus Peru: Über 200 Rezepte von der Pazifikküste. Dem Hochland der Inkas und dem Amazonas; Heidi Schade und José Luis Bellina; Kornmayer Verlag; 14,95 €
    Dieses Kochbuch lädt ein die vielfältige Küche Perus nachzukochen und in kulinarischen Erinnerungen zu schwelgen.
    Meine Reise nach Peru: Fahrten einer Paria; Flora Tristan; Insel Verlag; 15 €
    In ihrem Reisebericht beschreibt Flora Tristan, die Großmutter von Paul Gaugin, ihre Erfahrungen bei der Reise von Frankreich nach Peru im 19. Jahrhundert, um in Peru bei Ihrer südamerikanischen Familie ein neues Zuhause zu finden.
    Rother Wanderführer: Peru; Ralf Gantzhorn, Thomas Wilken; Bergverlag Rother; 19,90 €
    Sehr guter Wanderführer mit informativem Inhalt zu den wichtigsten Wandergebieten in Peru.
    Sympathie Magazin: Bolivien - Ecuador - Peru verstehen; Sandra Asal ; 4,00 € Ein Reiseführer der anderen Art! Sympathie Magazine ermöglichen einen besonderen Blick auf andere Länder, Kulturen und deren Menschen. Sie verschaffen authentische Einblicke in den Alltag anderer Länder - hinter die touristischen Kulissen - und treten ein für ein verantwortliches Reiseverhalten.Bestellung über www.sympathiemagazin.de


    Folkmusic from Peru: Traditionelle Musik von der Gruppe Wayna Picchu; 15,99 €
    Auf traditionellen Instrumente spielen die Brüder Salinas Volkslieder aus ihrer Heimat und versetzen so ihre Zuhörer in die beeindruckende Welt der Anden.

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