mexiko teotihuacan
Mexiko
Gruppenreisen
  • 8-15 Teilnehmer
  • feste Reisetermine
  • aktiv & erlebnisreich
  • deutsche Reiseleitung
Individualreisen
  • ab 1-2 Personen
  • individuelle Termine
  • maßgeschneiderte Reisen
  • wählbare Hotelklassen

Reiseziel Mexiko

Mexiko ist ein vielseitiges Land voller unvergesslicher Sehenswürdigkeiten und urwüchsiger Naturlandschaften. Kakteenbewachsene Halbwüsten, zerklüftete Bergketten und immergrüne Regenwälder bilden einen faszinierenden Kontrast zu den modernen Millionen-Metropolen Mexiko-Stadt oder Guadalajara. Auf Reisen durch Mexiko bemerkt man schnell, dass das Land mehr zu bieten hat als Tequila, Enchiladas und Mariachi. Das einzigartige kulturelle Erbe von Mexiko lockt alljährlich Millionen Besucher aus aller Welt an.

Attraktionen von Mexiko

Die weithin bekannten Tempelanlagen der Maya und Azteken dürfen auf keiner Mexiko-Rundreise fehlen. Für Liebhaber vergangener Kulturen ist der Besuch von Chichén Itzá, Calakmul, Palenque und Teotihuacan ein Muss. Neben den präkolumbischen Kulturdenkmälern sind es vor allem die malerischen Kolonialstädte, auf die die Mexikaner besonders stolz sind. In den verwinkelten Kopfsteinpflastergassen der kolonialen Kleinode Comala, Taxco, Papantla oder San Cristobal de las Casas ist die bewegte Geschichte des Vizekönigreichs Neuspanien noch lebendig.

Reisezeit

Die beste Reisezeit für Mexiko sind die Monate November bis Mai. In dieser Zeit ist das Klima relativ mild mit Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Zudem fallen vergleichsweise geringe Niederschläge. In den Monaten Mai bis September kann es dagegen vor allem im Süden Mexikos sehr heiß und nass werden. Zwischen August und Oktober wird die Karibikküste häufig von Hurrikans heimgesucht.

Unser Reiseangebot

Unser Reiseangebot für Mexiko umfasst Klein-Gruppenreisen zu festen Terminen, sowie Mietwagenreisen, (maßgeschneiderte) Individualreisen und Reise-Bausteine.

Alle Highlights im Überblick
Palenque gilt als unvergleichbarer Erfolg in der Mayakunst. Mitten im Tieflanddschungel von Chiapas befinden sich die Ruinen der ehemaligen Mayahochburg. Bis heute sind erst rund fünf Prozent der Bauten freigelegt, der Rest ist noch vom dichten Dschungel überwachsen, dennoch gibt es einiges zu entdecken. Am bekanntesten ist wohl der Tempel der Inschriften, Palenques größte Pyramide. Doch auch zahlreiche weitere Ruinen mit Inschriften, komplizierten Skulpturen, eingebetteten Masken und außergewöhnliche Verzierungen machen Palenque einzigartig.
Nur 60 Kilometer vor Palenque, auf dem Weg nach San Cristobal de las Casas, befinden sich die Wasserfälle Agua Azul. Die Kaskaden, die als schönste Mexikos gelten, erstrecken sich über sechs Kilometer und bestehen aus über 500 einzelnen Wasserfällen. Das Wasser leuchtet auf Grund seines hohen Mineralgehalts in den verschiedensten Blautönen. Einige Wasserbecken laden zum Baden ein und von den Spazierwegen zu beiden Seiten kann man eine herrliche Aussicht genießen.
Die Heimat der Voladores liegt 280 Kilometer nördlich von Veracruz in dem hübschen Kolonialstädtchen Papantla. Den rituellen „Tanz derer, die fliegen“ kann man jedoch auch als Touristenattraktion in vielen größeren Städten bewundern. Vermutlich handelte es sich um ein Ritual zu Ehren der Götter der Fruchtbarkeit. Für den Danza del Volador klettern fünf Männer einen 25 Meter hohen Holzstamm, heute auch oftmals aus Beton, hinauf. Der erste, der Flöte und Trommel spielt, nimmt oben auf dem Pfahl platzt, während die anderen Vier sich ein Seil um den Bauch wickeln. Diese vier Männer symbolisieren die Winde und schweben kopfüber in 13 Umdrehungen „vom Himmel herab“.
Chichén Itzá ist die wohl bekannteste und bedeutendste Ruinenstätte auf der Halbinsel Yucatán und gilt als eines der neuen Weltwunder. Im Zentrum der Anlage befindet sich unübersehbar die 30 Meter hohe Pyramide del Kukulcán, die den Maya Kalender darstellt. Die vier Treppen an jeder Seite haben je 91 Stufen, das Tempelhaus steht auf einer weiteren, dies ergibt die Anzahl der Tage im Jahr: 365. Die Wochen eines Jahres werden durch 52 Steinplatten symbolisiert. Das Gebiet ist in zwei Bereiche mit Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten geteilt. Der südliche, sogenannte alte Teil, ist von der Maya-Architektur geprägt, während in dem neuerem Gebiet die Architektur der Tolteken dominiert.
Eine der spektakulärsten und beeindruckendsten Eisenbahnstrecken der Welt führt durch die Sierra Tarahumara im Nordwesten Mexikos. Die Strecke von Chihuahua nach Los Mochis passiert alle Klima- und Vegetationszonen des Landes, führt durch faszinierende Schluchten des Kupfercanyons, passiert unzählige Brücken und Tunnel, Canyons, Wasserfälle, Flüsse und Seen.
Jedes Jahr ab Oktober kann man in Michoacán ein ganz besonderes Naturschauspiel beobachten. Etwa 100 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt liegt das „Schmetterling Sanktuarium“, ein Biosphärenreservat in dem jedes Jahr Millionen Schmetterlinge aus dem 4.000 Kilometer entfernten Norden der USA und Kanada überwintern. Man kann bis zu einem Betrachtungspunkt der Monarcha- Schmetterlinge wandern, der 3.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Bäume und Äste erscheinen schwarz, orange gefärbt und beugen sich teilweise sogar unter der schweren Last tausender Falter.
Einmal an der Riviera Maya sollte man sich einen Besuch in Tulum nicht entgehen lassen. Die einzige Mayastätte, die direkt auf einem Felsplateau an der Karibikküste liegt, bildet mit ihren grau-weißen Tempelruinen einen beeindruckenden Kontrast zum türkisblauen Meer und den Palmen im Hintergrund. Auch nach der Eroberung durch die Spanier blieb Tulum noch eine Weile Zentrum des Küstenhandels. Besonderes Kennzeichen der eher kleinen Stadt ist der massive Befestigungswall, der entweder zur Verteidigung diente oder den Zeremonial- und Wohnbereich der Herrscherkaste von den Wohnbereichen des Volkes abtrennte.
Menschen & Kultur
Auf der Suche nach einer eigenen Identität zwischen spanischen und indigenen Vorfahren und Einflüssen der USA, ist die mexikanische Mentalität in einer spannungsvollen Dynamik, die kaum zu beschreiben ist - man muss sie erleben! Der Mix dieser Kulturen ist selten so kultisch vereint: manche Dorfkirchen gleichen von innen indigenen Tempeln und in Zeremonien wird Cola benutzt, um durch das Aufstoßen den Teufel zu vertreiben. Die drei wichtigsten Anker im Leben vieler Mexikaner sind das Vaterland, die katholische Religion und die Familie, die sich mindestens am Sonntag vollzählig zum Gang in die Kirche und einem ausgedehnten gemeinsamen Essen versammelt. Auf den Plätzen des Landes ragen Denkmäler ehemaliger Nationalhelden aus Zeiten von Unabhängigkeit und mexikanischer Revolution hervor, deren Verehrung zu Nationalfeiertagen nahezu religiöse Formen annimmt. Dass die heutige Glorifizierung wenig mit den historischen Ereignissen zu tun hat, stört niemanden. Die mexikanische Mentalität zeichnet sich eben auch dadurch aus, dass die nüchterne Wahrheit gern verziert wird. Aber die zahlreichen religiösen und nationalen Feiertage haben einen tieferen Sinn: sie einen ein heterogenes Volk aus Indigenen, Mestizen, Landbewohnern und Städtern. Gemeinsam zelebrieren sie die Helden des Vaterlandes und der katholischen Heilsgeschichte mit farbenfrohen Umzügen, folkloristischer Musik und endlosen Essensständen. Dabei werden menschengroße Pappmaschee Figuren getragen und den Kindern, die im ganzen Land Narrenfreiheit genießen, aufwendige Kostüme maßgeschneidert. An diesen Tagen wird die sonst so präsente Kluft zwischen den sozialen Schichten überwunden. Wer in den Genuss eines solchen Volksfestes kommt, wird von der Woge überschwänglicher Heiterkeit überwältigt werden.
Mexiko ist, wie viele andere, ein Land voller Legenden, Sagen und Mythen. Während jedoch vielerorts ein rationales Faktendenken den Volksglauben verdrängte, konnte der Glaube an Übersinnlichkeit und uralte Erzählungen im industriellen Mexiko der Neuzeit vergleichbar gut überleben. Die Spiritualität hat im Großteil der Bevölkerung noch immer einen hohen Stellenwert. Bekanntestes Beispiel ist Allerheiligen, „Día de los Muertos“ genannt. Hier wird innerhalb einer großen Zeremonie gemeinsam am Grabe seiner Verstorbenen gegessen und den Toten wird durch Blumen der Wege vom Grab zum Altar im eigenen Wohnzimmer gewiesen. Eine weitere wichtige Legende rankt um die Landespatronin Mexikos, die heilige Jungfrau Guadalupe, die zur Kolonialzeit nahe Mexiko-Stadt einem Indio erschien. Mit ihr erhielt Mexiko und ganz Amerika eine persönliche Verbindung zu Gott, die nicht länger nur durch spanische Missionare vermittelt wurde. Viele Mexikaner sind der stolzen Überzeugung, diese dunkelhäutige Mariengestalt sei Mexikanerin gewesen. Dass die historische Person - die Mutter Jesu - in Vorderasien lebte, wird mit Achselzucken hingenommen. In Kirchen, Kapellen und archäologischen Ausgrabungsstätten kann man auf den Spuren alter Sagen und Mythen wandern, die häufig eine besondere Mischung aus Katholizismus und Naturreligion vorweisen.
In Mexiko wohnen ca. 112 Millionen Menschen, wobei 20 Millionen im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum um Mexiko Stadt leben – eine der größten Weltmetropolen. Auf den ersten Blick entsteht in Mexiko vielleicht der Eindruck, die Bevölkerung bestehe hauptsächlich aus Mestizen, die sowohl spanische als auch indigene Vorfahren haben. Tatsächlich stemmen diese aber nur eine Mehrheit von 60 Prozent, während 30 Prozent zur indigenen Bevölkerung zählen, was immerhin eine Zahl von über 33 Millionen Menschen ausmacht. Regional ist der Norden kaum von indigenen Volksgruppen besiedelt, während diese in den Südstaaten wie Oaxaca, Chiapas und Quintana Roo sogar die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Indigene Gemeinden leben oft in abgeschiedenen Dörfern und kommen in langen Tagesmärschen zum Verkauf ihrer angebauten Lebensmittel und selbstgemachten Kunsthandwerks auf die Märkte der Städte. Bei einem Bummel über farbenfrohe Märkte findet man garantiert ein Mitbringsel für die Lieben daheim. Die indigene Bevölkerung teilt sich in über 50 verschiedene Volksgruppen, die häufig gleichen Ursprungs sind. Schon zu prehispanischer Zeit entstanden aus dem Volk der Chichimeken sowohl die Azteken, die Zapoteken als auch die Mixteken und viele mehr. Während zur Kolonialzeit die Gelehrten Europas noch diskutierten, ob Indianer überhaupt Menschen seien, setzen sich heute viele Organisationen für deren Lebensbedürfnisse ein, die oft durch die wirtschaftlichen Entwicklungen Mexikos beeinträchtigt werden. Es fällt schwer alte Lebensarten neben dem Lifestyle einer Industriegesellschaft zu behaupten. Dabei ist die Forderung nach „Tierra y Libertad“ (Land und Freiheit) die energische Kampfansage aufgebrachter indigener Gruppen, die ihren Lebensraum bedroht sehen. Immerhin stehen die alten indigenen Tempel, die einst massenhaft zerstört und in Kirchen umgewandelt wurden, heute unter besonderem Schutz. Viele der entdeckten Ruinen einstiger Hochkulturen sind Teil des Weltkulturerbes. Auf Ihrer Rundreise kommen Sie in den Genuss auf den Spuren dieser jahrhundertealten Kulturen zu wandern.
Neben der Amtssprache Spanisch sind auch über 60 indigene Idiome offiziell als Nationalsprache anerkannt, womit die mexikanische Regierung ihren Stolz auf ihre antike Vergangenheit ausdrückt. Die aztekische Sprache Náhuatl ist mit 2 Millionen Sprechern die am häufigsten vertretene in Nord- und Mittelamerika. Aber auch andere Sprachen und Dialekte zählen einige hundert Sprecher. Generell ist eine sinkende Tendenz zu vernehmen, viele Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Allerdings haben sich indigene Worte im mexikanischen Sprachalltag eingenistet und leben so nicht nur weiter, sondern geben dem mexikanischen Spanisch seine Identität und kulturelle Besonderheit. Dies sind vor allem Wörter mit dem Laut „tsch“, geschrieben „ch“ oder „x“. So heißt das mexikanische Bier „Chela“ und ein kleiner Mann ist ein „Chaparrito“. Aber auch wir verwenden Wörter mit Náhuatl-Stamm wie „Avocado“, „Chili“, „Tomate“ oder „Schokolade“. Für Anfänger ist das mexikanische Spanisch außerdem ein dankbarer Start in die Sprachpraxis. Buchstaben werden kaum verschluckt und Wörter so ausgesprochen wie sie geschrieben werden. Das „Du“ und „Sie“ wird äquivalent wie in Deutschland verwendet, ein „vos“ existiert ebenso wenig wie ein „vosotros“ und gesprochen wird meist sehr langsam im Vergleich zu anderen Ländern. Einzig die vielen Doppeldeutigkeiten und Schimpfwörter, die oft auch freundlich gemeint sind, können zu Verständnisproblemen führen.
Ein mexikanisches Sprichwort besagt: „Comida sin Chile es como amor sin besos.“ (Ein Essen ohne Chili, ist wie Liebe ohne Küsse.) und daran halten sich die meisten Mexikaner, denen immerhin um die 70 verschiedenen Chilisorten zur Verfügung stehen. Sogar Bier wird häufig unter dem Namen „Michelada“ mit Chili, Tabasco und Maggi serviert und fast immer mit Limone und Salz getrunken. Vor allem unter Männern ist es oft nahezu ein Wettkampf darum, wer am meisten Schärfe verträgt. Aber zum Glück gibt es die scharfen Salsas beim Essen meist separat damit sich jeder „a gusto“ bedienen darf. Ein typisches mexikanisches Gericht ist z.B. gefüllte Chilis „Chile rellenos“ mit Reis und Bohnenmus, auch wird oft und viel Fleisch in allen Varianten gegessen. Dazu gibt es rote, braune oder grüne Salsa aus frischen Tomaten, saftigen Chillis und wahlweise Avocado, Limonen, Zwiebeln und Knoblauch. Doch Vorsicht ist geboten: manche Salsas beinhalten auch kleine Heuschrecken „Chapolines“ die in Mexiko als Delikatesse gelten. Bei keinem Essen fehlen dürfen die berühmten Tortillas, traditionelle Mais- oder Weizenfladen. Am günstigsten isst man in Restaurants mit dem Angebot „Comida Corrida“ (laufendes Essen). Hier wird zu einem Festpreis Vorsuppe, trockene Suppe „sopa seca“ (womit Reis oder Nudeln gemeint sind), ein Hauptgericht nach Wahl und ein Nachtisch, meist fester Wackelpudding „gelatina“, geboten. Dazu gibt es natürlich Salsas, Tortillas und oft auch eine „Jarra de agua con sabor“ (eine Kanne „Wasser mit Geschmack“, häufig kalter Hibiskustee „Agua de Jamaica“ oder ein Wasser-Reisgetränk „Agua de Horchata“).
Geographie
Auf einer Fläche von knapp zwei Millionen Quadratkilometern bietet Mexiko eine facettenreiche Landschaft. Allein die Nord-Süd Ausdehnung des Landes beträgt über 3.000 km und die Landschaftstypen reichen von kargen Wüsten und Steppen über zerklüftete Gebirgszüge und schneebedeckte Vulkane bis hin zu tropischen Regenwäldern und karibischen Strandparadiesen.
Die zentrale Hochebene nimmt den größten Teil des Landes ein. Auf 1.000 bis 2.000 Metern üNN erstreckt sich die recht dicht besiedelte Steppenlandschaft zwischen den Gebirgszügen der Sierra Madre. Die beiden von Norden nach Süden verlaufenen Bergketten der Sierra Madre Occidental und der Sierra Madre Oriental erreichen eine Höhe von bis zu 4.000 Metern und fallen zu den Küsten hin steil ab. Südlich von Mexiko-Stadt wird die Hochebene von der Sierra Volcánica Transversal begrenzt. Hier erheben sich unter anderem die schneebedeckten Gipfel des aktiven Popocatépetl (5.452 Meter) sowie des Citlaltépetl (Pico der Orizaba), dem mit 5.700 Metern höchsten Berg Mexikos.
Südöstlich von Acapulco erheben sich die Sierra Madre de Chiapas sowie das zentrale Bergland von Chiapas, die sich deutlich von den übrigen Gebirgszügen des Landes unterscheiden. Die Berge hier sind von dichtem grünen Regenwald bedeckt und weisen eine beeindruckende Artenvielfalt auf. Ein touristisches Highlight sind die Lagunas de Montebello. Der gleichnamige Nationalpark im Bundesstaat Chiapas umfasst eine Landschaft von fast 60 Seen, die in den unterschiedlichsten Blautönen schimmern.
An der Südostküste Mexikos schließt an die Llanura Costera del Golfo die Halbinsel Yucatán an, die sich geographisch stark von den höheren Lagen Zentralmexikos unterscheidet. Sie ragt in die Gewässer des Golfes von Mexiko hinein und das Klima hier ist heiß und tropisch. Die sehr flache Halbinsel ist im Süden von dichtem Regenwald bedeckt, während in Richtung Norden Trockenwald dominiert. An der Golfküste von Yucatán befinden sich die zahlreichen weißen Traumstrände Mexikos sowie das Taucherparadies an der Riviera Maya. Die vorgelagerten Riffs in der Umgebung der Isla Cozumel bieten alles, was das Taucherherz begehrt.
Im Norden des Landes an der Grenze zu den USA liegt el Gran Desierto, die Sonora Wüste. Kaktuspflanzen und felsiges Gelände herrschen in dieser recht unwirtlichen Gegend vor. Dieser Landschaftstyp findet sich auch jenseits der Sierra Madre auf der 1.200 km langen Halbinsel Baja California im Westen des Landes. Im Nordwesten bietet die Schluchtenlandschaft der Sierra Madre Occidental fantastische Reiseziele, wie zum Beispiel den Kupfercanyon, der nach seiner spektakulären Färbung benannt wurde.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Mexiko variiert mit den geographischen Bedingungen der bereisten Regionen und natürlich auch mit den Vorlieben des Reisenden. In weiten Teilen Mexikos liegt die beste Reisezeit zwischen November und April. In dieser Zeit regnet es weniger und es herrscht auch eine niedrigere Luftfeuchtigkeit. In der Nebensaison locken vor allem niedrigere Preise. Es ist dabei jedoch auch deutlich regnerischer (besonders nachts) und schwüler. Neben der groben klimatischen Einteilung des Landes in eine subtropische (Norden) und eine tropische (Süden) Zone, sollte man sich in Mexiko jedoch vor allem auch an der Höhe orientieren:
  • Heiße Zone (z.B. Cancún): bis 800 m, Durchschnittstemperatur 25° C – 30° C
  • Gemäßigte Zone (z.B. Oaxaca): 800 m – 1.800 m, Durchschnittstemperatur 17° C - 24° C
  • Kalte Zone (z.B. Mexiko Stadt): 1.800 – 4.500 m, Durchschnittstemperatur 10° C – 17° C
  • Zone des ewigen Eises: ab 4.500 m, Durchschnittstemperatur < 10° C
Der Norden Mexikos und die Halbinsel Baja California sind ganzjährig bereisbar. Hier herrscht subtropisches Klima, das für einen deutlichen Temperaturunterschied zwischen kühlen, feuchten Wintern - in den Höhenlagen kann es auch schneien - und heißen Sommern mit Temperaturen um die 40° C sorgt. In der Steppen- und Wüstenregion an der Grenze zu den USA ist es ganzjährig sehr trocken. Im Spätsommer und Herbst ist die Gefahr von Wirbelstürmen, vor allem auf der Halbinsel Baja California aber auch an der Karibikküste, groß.
In der Region südlich von Zacatecas wird zwischen einer Regenzeit und einer Trockenzeit statt zwischen Jahreszeiten unterschieden. Die Trockenperiode dauert von November bis April, wobei es in der Hochebene und im Gebirge am trockensten ist. Die Regenhäufigkeit erhöht sich in Richtung Süden, insbesondere in den Küstenregionen um Puerto Vallarta und Acapulco. Von März bis Mai ist es im Hochland am wärmsten, es kühlt abends jedoch generell stark ab. In den übrigen Monaten erzeugt der Regen in Kombination mit hohen Temperaturen ein schwüles Klima. Zudem ist auch hier in den Küstenregionen von Juni bis November Wirbelsturm-Saison.
Auf der Halbinsel Yucatán herrscht tropisches Klima, was für fast durchgängig schwülwarme bis heiße Temperaturen sorgt. Auch hier liegt die beste Reisezeit zwischen November und April, da weniger Regen fällt. Von Januar bis März kann „El Norte“, ein Windphänomen aus nördlicher Richtung, im Golf von Mexiko für plötzliche und extreme Temperaturstürze sorgen. In der Regenzeit besteht zudem ein sehr hohes Wirbelsturm-Risiko. Von Mitte März bis Anfang April sollte die Region um Cancún gemieden werden. In diese Zeit fällt der „Spring Break“ amerikanischer Studenten, die sich dort in Massen zu exzessiven Party-Ferien einfinden.
In den schmalen Küstenregionen von Oaxaca und Chiapas ist das Klima tropisch mit fast ganzjährig heißen Temperaturen, während die klimatischen Bedingungen sich in Richtung Inland mit der Höhe stark verändern: In den waldbedeckten Ebenen, wie zum Beispiel um Palenque, ist es fast das gesamte Jahr über sehr schwül. In höheren Lagen, wie zum Beispiel bei San Cristóbal de las Casas, ist das Klima gemäßigt und es kann dort im Winter sehr kalt werden. Auch im Sommer kühlt es nachts teilweise stark ab. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April wobei die Regenzeit nicht so stark ausgeprägt ist.
Reiseinfos

Mexiko ist ein vielseitiges Land voller unvergesslicher Sehenswürdigkeiten und urwüchsiger Naturlandschaften. Kakteenbewachsene Halbwüsten, zerklüftete Bergketten und immergrüne Regenwälder bilden einen faszinierenden Kontrast zu den modernen Millionen-Metropolen Mexiko-Stadt oder Guadalajara. Auf Reisen nach Mexiko bemerkt man schnell, dass das Land mehr zu bieten hat als Tequila, Enchiladas und Mariachi. Mexiko und sein einzigartiges Kulturerbe locken alljährlich Millionen Besucher aus aller Welt an. Die weithin bekannten Tempelanlagen der Maya und Azteken dürfen auf keiner Mexiko-Rundreise mehr fehlen. Für Liebhaber vergangener Kulturen ist der Besuch von Chichén Itzá, Calakmul, Palenque und Teotihuacan ein Muss. Neben den präkolumbischen Kulturdenkmälern sind es vor allem ihre malerischen Kolonialstädte, auf die die Mexikaner besonders stolz sind. In den verwinkelten Kopfsteinpflastergassen der kolonialen Kleinode Comala, Taxco, Papantla oder San Cristobal de las Casas ist die bewegte Geschichte des Vizekönigreichs Neuspanien noch lebendig.

Einreise

Die Einreise nach Mexiko ist für Europäer völlig problemlos. Sie benötigen einzig einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und eine Touristenkarte, die Sie im Flugzeug vor der Landung in Mexiko erhalten. Diese kostenlose Touristenkarte gilt 90 Tage zur einmaligen Einreise.

Impfungen

Für europäische Reisende sind keine Impfungen vorgeschrieben. Sie sollten jedoch die Wirksamkeit der üblichen Impfungen wie Polio, Tetanus und ggf. Typhus zuvor überprüfen. Impfungen gegen Hepatitis A und B sind empfohlen. Diphtherie, Gelbfieber, Malariaprophylaxe und Cholera sind nicht dringend erforderlich. Allerdings besteht ein moderates Infektionsrisiko mit Dengue Fieber, ein Virus, der durch Stiche einer bestimmten Mückenart übertragen wird, aber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist hierbei ein effektiver Mückenschutz, da es keine Impfungen und Prophylaxen gibt. Mexiko hat im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern ein vorbildliches Gesundheitssystem – hier werden Sie im Notfall gut versorgt. In den großen Städten gibt es englisch- und deutschsprachige Ärzte.

Sicherheit und Gesundheit

Der Großteil der Mexikaner ist offen, freundlich und hilfsbereit. Jedoch gibt es vor allem in den größeren Städten ein erhöhtes Maß an Kriminalität, was mit der großen Schere zwischen Arm und Reich begründet werden kann. Viele Überfälle finden durch illegale Taxis statt, die mit einsteigenden Dieben unter einer Decke stecken. Diese Gefahr ist jedoch einfach zu bannen, indem man darauf verzichtet ein Taxi wahllos auf offener Straße durch Handzeichen anzuhalten, sondern sich lieber an einen offiziellen Taxistand begibt. Auch kann man auf die Lizenz am Armaturenbrett und Nummernschild achten. Durch die Auseinandersetzung zwischen den Drogenkartellen, die in den letzten Jahren vom Grenzgebiet nach Zentralmexiko vorbrachen, gilt ein erhöhtes Risiko in den Diskotheken und Bars in den Städten um Mexiko-Stadt. Generell ist der Besuch der Grenzregion zu den USA, besonders Ciudad Juarez und Tijuana zu vermeiden, da hier Drogenkartelle und andere kriminelle Banden regieren. Bewegt man sich in Südmexiko, wird man von dieser Gefahr kaum etwas spüren. Vor allem in den touristischen Zonen kann man sich frei und offen bewegen, wobei eine gewisse Vorsicht im Umgang mit den eigenen Wertsachen, wie überall, stets geboten ist.

Zeitunterschied

Der Zeitunterschied Mexiko - Deutschland beträgt immer 7 Stunden zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Ausnahme ist die Umstellung zur Sommerzeit, die eine Woche später erfolgt als in Deutschland. Somit beträgt in dieser Woche der Zeitunterschied 8 Stunden.

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt in Mexiko 110V. Stecker europäischer Elektrogeräte passen nur mit einem amerikanischen Adapter. Ein Adapter ist deshalb in den meisten Fällen erforderlich. Vor Ort ist dieser nur schwer erhältlich, obwohl viele Hotels über Adapter verfügen. Um flexibel zu sein, sollten Sie diesen im Elektrohandel vor Ihrer Abreise erwerben. In abgelegenen Gegenden kann es häufig zu Stromschwankungen kommen.

Währung und Zahlungsmittel

In Mexiko ist das nationale Zahlungsmittel der Mexikanische Peso. Vielerorts werden auch US-Dollar akzeptiert, vor allem in den touristischen Reisezielen in Küstennähe. Der Euro lässt sich in fast allen Banken und Wechselstuben in den großen Städten tauschen. Sie brauchen daher nicht zwingend USD zu tauschen. Den jeweils aktuellen Wechselkurs finden Sie z.B. unter: http://www.finanzen.net/waehrungsrechner/ wie auch auf anderen Webseiten. Den Tausch Ihrer Devisen sollten Sie im Sinne eines günstigeren Wechselkurses ausschließlich im Reiseland und nicht in Deutschland vornehmen. Am günstigsten ist das Abheben an Geldautomaten. Generell können Sie sowohl mit Kreditkarte (Master Card/Visa) als auch mit Ihrer EC-Karte (nur bei mit Maestro gekennzeichneten Automaten) abheben. Da bei den EC- und Kreditkarten je nach Bank und Konto unterschiedliche Bestimmungen vorliegen, sollten Sie sich vor der Abreise mit Ihrer Bank in Verbindung setzen und sich erkundigen, ob es besondere Bestimmungen beim Abheben im außereuropäischen Ausland gibt. Mexiko ist ein vergleichsweise günstiges Reiseland, wobei viele Taxifahrer und Händler versuchen den Touristen einen wesentlich höheren Preis zu entlocken, als es dem mexikanischen Standard entspricht. Hier ist vielerorts ein gewisses Händchen im Feilschen und Handeln von Vorteil.

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