argentinien perito moreno
Argentinien
Foto von Maciej / CC BY
Gruppenreisen
  • 8-15 Teilnehmer
  • feste Reisetermine
  • aktiv & erlebnisreich
  • deutsche Reiseleitung
Individualreisen
  • ab 1-2 Personen
  • individuelle Termine
  • maßgeschneiderte Reisen
  • wählbare Hotelklassen

Reiseziel Argentinien

Warum Sie nach Argentinien reisen müssen

Möchten Sie ans Ende der Welt reisen und dort durch das wilde Feuerland wandern? Oder die Magellan-Pinguine in der größten Kolonie der Welt besuchen und mit etwas Glück frisch geschlüpfte Jungtiere bei ihren ersten Schritten beobachten? Wollten Sie schon immer mal eines der „7 Weltwunder der Natur“ - die imposanten Iguazu Wasserfälle - bewundern? Oder erleben, wie haushohe Eisbrocken vom weltberühmten Perito Moreno Gletscher ins Wasser tosen? Möchten Sie bei rhythmischen Tango-Klängen durch das bunte Künstlerviertel von Buenos Aires schlendern? Oder in Patagonien unvergessliche Trekking-Abenteuer erleben? All das und noch viele weitere Highlights erwarten Sie auf Ihrer Argentinien Rundreise mit Papaya Tours.

Das erwartet Sie auf Ihrer Argentinien Reise

Wenn Sie tosende Wasserfälle, schneeweiße Salzwüsten, beeindruckende Gletscher, tiefe Schluchten, wilde Tiere, fremde Kulturen und wunderschöne Kolonialstädte auf einer einzigen Reise erleben wollen, ist Argentinien genau das richtige Ziel für Sie. Denn das Land bietet Ihnen wundervolle, beeindruckende Kontraste und atemberaubende Attraktionen. Neben den Iguazú-Wasserfällen im Norden und dem Perito Moreno Gletscher in Patagonien gehören zu den beliebtesten Argentinien Highlights vor allem auch die Salzwüsten Salinas Grandes. Das Besondere an ihnen? Die schneeweiße Salzlandschaft erstreckt sich am Horizont ins Unendliche. In dieser beeindruckenden Umgebung können Sie wie auf Wolken spazieren gehen – ein Erlebnis, das Sie niemals vergessen werden.

Weitere Highlights, die Sie unbedingt sehen müssen

  • Schlucht von Humahuaca – Ein UNESCO-Welterbe
  • Mendoza – Ein wunderschönes Weinanbaugebiet
  • Salta – Die gebirgige Provinz im andinen Nordwesten
  • Pampa – Die satt-grüne Grassteppe
  • Sümpfe von Iberá – Ein beeindruckendes Naturparadies
  • Ría Deseado – Ein Paradies für alle Tierfans
  • Chalten – Die Trekkingmetropole
  • Ushuaia – Das Ende der Welt & Ausgangspunkt für Antarktiskreuzfahrten

Die idealen Reisemonate für Argentinien

Die beste Zeit für Argentinien Reisen liegt zwischen den Monaten November bis März. Denn in diesem Zeitraum erleben Sie den argentinischen Sommer – außerdem ist es eine wunderbare Zeit, um dem kalten Winter in Deutschland zu entkommen. In diesen Monaten haben Sie ideale Bedingungen für Ihre Argentinien Rundreise durch Patagonien und das Feuerland. Denn das Klima ist milder und die Tage sind länger. Aber natürlich können Sie Argentinien auch das ganze Jahr über bereisen. Das gilt vor allem für die anderen Regionen des Landes, die sich über die Jahreszeiten hinweg nur kaum in ihren Temperaturen verändern. Mehr erfahren Sie in unseren Reiseinformationen für Argentinien.

Unser Angebot für Argentinien Reisen

Uns liegt es sehr am Herzen, dass Sie in Argentinien unvergessliche Momente erleben, an die Sie sich noch nach Jahren gerne zurückerinnern. Deshalb bieten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten an, Argentinien so zu erkunden, wie es Ihnen am besten gefällt. Wenn Sie das Land voller Kontraste auf eigene Faust erkunden möchten, sind unsere Mietwagenreisen perfekt für Sie! Möchten Sie lieber mit einer kleinen Gruppe unterwegs sein, ist eine von unseren Spezialisten angefertigte Gruppenreise genau das Richtige. Haben Sie hingegen eine genaue Vorstellung von den Highlights, die Sie in Argentinien erleben möchten, können Sie Ihre Tour auch nach Ihren Wünschen mit einer Individualreise mit Reisebausteinen zusammenstellen, oder von uns zusammenstellen lassen. Jeden Winkel des Landes können Sie zudem auf unseren Argentinien Rundreisen erkunden.

Benötigen Sie Hilfe?

Sind Sie sich noch nicht ganz sicher, welche Highlights Sie auf Ihrer Argentinien Reise nicht verpassen dürfen? Oder können Sie sich nicht entscheiden, ob eher eine Gruppenreise zu Ihnen passt, oder eine Individualreise? Egal welche Fragen bei Ihnen noch offen sind – wir sind für Sie da. Rufen Sie uns einfach unter der 02 21/ 35 55 77 -0 an oder schreiben Sie uns ganz bequem über unser Kontaktformular. Wir beraten Sie gerne!

Alle Highlights im Überblick
Die Provinz Jujuy liegt im äußersten Nordwesten Argentiniens und zählt zu einer der ärmsten Regionen des Landes. Sie grenzt im Westen an Chile, im Norden an Bolivien und im Süden und Osten an die Provinz Salta. Dort liegt die Quebrada de Humahuaca, Argentiniens jüngstes UNESCO-Welterbe. Die Quebrada ist eine ca. 130 km lange Schlucht, die Jahrtausende den Urvölkern dieser Region als eine Art Korridor zwischen dem Altiplano und den tiefer gelegenen Gebieten diente. Sie steigt von 1.552 m auf fast 3.000 m an. Das kleine indigen geprägte Dorf Purmamarca („purma“ = Wüste und "marca“ = Gegend) gilt als Tor zur Quebrada de Humahuaca und zählt 2.089 Einwohner. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf den berühmten „Sieben-Farben-Hügel“. Die Felsen leuchten lachsrosa, weiß, violett, grün, rot, braun und senfgelb, je nach Sonnenstand und der mineralischen Zusammensetzung des Gesteins. Der Camino de los Siete Colores führt einmal um den Hügel herum und dauert ca. 1 bis 2 Stunden. Wenn man 126 km weiter auf der Ruta Provincial 52 von Purmamarca fährt, findet man die Salinas Grandes, eine 120 km² große Salzwüste, die auf einer Höhe von über 3.300 m liegt. Am besten erkundet man die Salinas mit dem Jeep. Auf halber Strecke werden Souvenirs verkauft, unter anderem Lama- und Kaktusskulpturen aus Salz.
Der Höhepunkt der subtropischen Region Misiones sind auf jeden Fall die Wasserfälle von Iguazú (übersetzt von Guaraní: „großes Wasser“), ein wahres Wunder der Natur. Argentinien und Brasilien teilen sich die Wasserfälle, wobei Argentinien den größeren Teil der Fälle einnimmt. Es sind die größten Wasserfälle der Erde – bis zu 22.000 Kubikliter Wasser pro Sekunde rauschen in 80 m Tiefe. Es gibt insgesamt 275 Fälle, wobei der „Garganta del Diablo“ (Teufelsschlund) der Größte ist und bei dem durch die Gischt ein wunderschöner Regenbogen entsteht. Im Nationalpark kann man Affen, Tukane, freche Nasenbären, hunderte von farbenprächtigen Schmetterlingen und manchmal sogar Kaimane beobachten.
Für die Wasserliebhaber empfehlen wir eine Bootstour „Wasserfall zum Anfassen“, bei der ein kleines Schlauchboot direkt unter die Wasserfälle fährt. Man bekommt zwar eine Schwimmweste, aber es ist zu empfehlen Badesachen, einen wasserdichten Beutel und extra Kleidung mitzunehmen!
Das Sumpfreservat von Iberá, das sich auf ca. 13.000 km² erstreckt, liegt im Norden der Provinz Corrientes und gehört zu den geschützten Wassersystemen der Welt. Die Sümpfe von Iberá sind eines der letzten Paradiese auf Erden, wo die Besucher Wasserschweine, Kaimane, Sumpfhirsche, Brüllaffen und über 350 verschiedene Vogelarten aus der Nähe beobachten können. Man sagt, dass die Gegend noch artenreicher als der Pantanal in Brasilien sei. Das Wasserschwein ist das größte Nagetier der Welt und ist nur in Südamerika (Brasilien und Argentinien) heimisch. Das Gebiet ist ein riesiges Sumpfareal mit über 60 Seen, in welchem sich die vielfältige Fauna und Flora ungebändigt im Schutz des Naturreservats entwickeln kann. Vor dem Hintergrund glitzernder Wasser und farbintensiver Sonnenuntergänge, bekommen diese Begegnungen im Gedächtnis der Besucher für immer einen speziellen Platz. Ein Paradies für Biologen, Fischer, Fotografen, Naturwissenschaftler oder einfach Naturfreunde.
Die größte der Jesuitenniederlassungen namens San Ignacio, 56 km von Posadas entfernt, wurde Ende des 16. Jahrhunderts gegründet. Die Jesuiten versuchten damals, den Guaraní-Indianern den katholischen Glauben und das Lesen und Schreiben näher zu bringen. Erst vor 100 Jahren wurden diese malerischen Ruinen aus roten Lehmziegeln wiederentdeckt, denn sie waren vom tropischen Regenwald überwuchert. Ein hervorragendes Museum beschreibt die Geschichte des Jesuitenstaats. Um den Plaza de Armas gruppieren sich die wichtigsten Gebäude, nämlich Gotteshaus, Unterrichtssaal, Küche, Werkstätten, Gefängnis und Friedhof.
Die Pampa, eine riesige, grenzenlos scheinende, menschenarme Grassteppe, ist auch die Heimat des Gauchos. Wer einen guten Einblick in die Kultur und Traditionen Argentiniens haben möchte und persönlichen Kontakt mit den Gauchos erleben will, der sollte einen Besuch bei einer der Estancias (vergleichbar mit der amerikanischen Ranch) machen. Wer träumt nicht davon, einmal die Gauchos in rasendem Galopp zu sehen, wie sie das Lasso werfen, Kühe bändigen und abends am Lagerfeuer Anekdoten aus einer anderen Welt erzählen. Die Gauchos sind gastfreundlich und bekannt für ihre ruppige Herzlichkeit. Sie sind tagsüber im Pferdesattel und abends auf den Estancias zu Hause. Jeder Gaucho kümmert sich um 1.000 ha Land und 1.000 Kühe; ihr Leben ist geprägt von harter Arbeit, Rindern und Einsamkeit. Viele Estancias liegen nicht weit von der Metropole Buenos Aires entfernt, für argentinische Entfernungen ein Katzensprung. Sie bieten Reisenden und Porteños eine Erholung und Abwechslung von der Großstadt. Einige Estancias locken mit Abenteuer im Sattel eines Pferdes, andere mit erstklassiger Unterkunft und Gastronomie und viele Estancias bieten heute auch sportliche Aktivitäten wie Tennis oder Golf an.
Vom Städtchen Puerto Madryn aus kann man die Península Valdés erkunden, die ein wahres Paradies für Tierliebhaber ist. Die Halbinsel steht unter Naturschutz und im Frühling sieht man paarende Wale, Seelöwen, See-Elefanten und Pinguine. Große Kolonien von See-Elefanten leben an der Punta Norte, und manchmal kann man auch Wale beobachten. Die Isla de los Pajaros (Vogelinsel) ist ideal um Vögel zu beobachten, allerdings braucht man ein sehr gutes Fernglas, denn die Insel kann nicht betreten werden. Zwischen Mitte Juni bis Mitte Dezember sind Bartenwale und den ganzen Sommer über Schwertwale zu sehen. Im Landesinneren können Sie bei Fahrten oft Guanakos, Füchse und Ñandus entdecken. Das Ökozentrum Puerto Madryn befasst sich mit der Ökologie des Meeres und hat einen Naturgarten sowie Kunstausstellungen.
Der Fischerort Puerto Deseado hat selbst nicht viel zu bieten, doch die Umgebung ist sehenswert, denn man kann ohne jeglichen Touristenandrang unvergessliche Begegnungen mit der Tierwelt machen. Die Ría Deseado ist ein Meeresarm, der sich etwa 40 Kilometer ins Landesinnere ausdehnt. Diese Wasserzunge ist bestückt mit Inseln, Sandbänken und steilen Felswänden, wodurch sie der heimischen Meeresfauna ausgezeichnete Aufenthalts- sowie ideale Brutmöglichkeiten bietet. Bei einer Bootsfahrt hat man Gelegenheit, die faszinierenden Meeresbewohner in ihrem natürlichen Habitat kennenzulernen, z.B. sieht man unter anderem Delfine, Kolonien von Magellanpinguinen, verschiedene Kormoranarten, Seeschwalben und Austernfischer. Auch die gesamte Ría Deseado steht wegen ihres hohen Tierbestandes unter Naturschutz.
Weit ab von jeglicher Zivilisation findet man den versteinerten Wald von Jaramillo, ein ca. 10.000 Hektar großer Naturpark. Man kann nur mit einem Mietwagen dort hingelangen, denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht. Die nächsten Ortschaften sind das 230 km entfernte San Julián oder das 250 km entfernte Puerto Deseado. Die Landschaft ist heute wüstenhaft, doch vor 150 Millionen Jahren standen hier dichte Pre-Araukarienwälder (Andentannen). Bei Vulkanausbrüchen wurden die Bäume unter einer dicken Ascheschicht begraben und im Laufe der Jahrmillionen versteinert. Durch Erosion traten sie wieder ans Tageslicht und heute können Sie die dicken, bis zu 30 m langen dunkelroten Stämme bestaunen. Es sind die längsten versteinerten Bäume der Erde und der Durchmesser einiger Stämme kann bis zu drei Meter betragen!
Auch von Puerto Deseado aus kommt man mit einem Boot auf die ca. 20 Kilometer im Meer gelegene, selten besuchte „Isla de los Pingüinos“. Die Fahrt kann manchmal, je nach Seegang, sehr außergewöhnlich und abenteuerlich werden. Die Insel ist überreich an Meeresfauna und deshalb ein unter Naturschutz stehendes Reservat. Es findet sich dort neben einer Magellanpinguinkolonie noch eine weitere Pinguinart, die äußerst seltenen Rockhopper-Pinguine (Felsenpinguine). Weitere Bewohner der Insel sind unter anderem Seelöwen, See-Elefanten und die riesigen Skuas (Raubmöven).
Das nördliche Patagonien bietet am Andenrand eine eigentümlich sanft-wilde Mischung, die viele Besucher anzieht: strahlend blau leuchtender Himmel und Seen, grün zieht sich im Sommer der dichte Mischwald die Hänge hinauf und schneeweiß funkeln die Berggipfel im Sonnenlicht. Die drei Nationalparks Los Alceres im Süden, Nahuel Huapi in der Mitte und Lanín im Norden bilden die sogenannte „argentinische Schweiz“. Die schönsten Städte sind hier Bariloche, San Martín de los Andes und Villa La Angostura, die durch ihren typischen alpenländischen Charme bezaubern. Von Bariloche aus kann man den reizvollen Nationalpark „Lago Nahuel Huapi“ (Mapuche-Wort für Pumainsel) besuchen, bei der die Kulisse von schneebedeckten Andengipfeln, die sich im blauen Gletscherwasser spiegeln, sehr beeindruckt. Der höchste Berg dort ist der Cerro Tronador mit 3.478 m Höhe.
Einen grandiosen Ausblick über die Stadt und den Lago Nahuel Huapi hat man vom Berg Cerro Otto aus, der mit einer Kabinenseilbahn zugänglich ist. Oben befindet sich ein Panoramarestaurant.
Im Canyon Río Pinturas, seitlich der berühmten Ruta 40 gelegen, liegt die „Cueva de las Manos“ (Höhle der Hände). Man sagt, dass diese Wandmalereien der Tehuelche (argentinischen Ureinwohnern) zu den ältesten menschlichen Zeugnissen Südamerikas zählen und schätzt, dass die ersten Malereien von ca. 9.500 bis 7.000 v. Chr. stammen. Es gibt insgesamt 829 Abdrücke, davon Tierdarstellungen von Guanakos, Jagdszenen und Spiralmuster sowie hauptsächlich Negativ-Abdrucke von meist männlichen Händen. Warum die Tehuelche die Wände bemalten kann man nur erahnen, wahrscheinlich hatten diese Malereien eine religiöse Bedeutung.
Im 6.000 Quadratkilometer großen Parque Nacional Los Glaciares findet man die Gletscher Perito-Moreno, Viedma und Upsala. Der berühmteste davon ist der 60 Meter hoch aus dem Wasser herausragende Perito-Moreno Gletscher, denn er schmilzt nicht wie andere Gletscher, sondern wird langsam aber sicher größer. Außerdem ist er am leichtesten zugänglich. Das faszinierende Naturschauspiel, wenn riesige Eismassen vom Gletscher mit einer Wucht in den Lago Argentino stürzen, zieht einen in den Bann. Dies kann man von der Aussichtsplattform aus stundenlang beobachten und bestaunen.
Fahren Sie mit einem Schiff etwas näher an den Gletscher heran oder machen Sie einen Trekk auf dem Eis.
Im Norden des Nationalparks Parque Nacional Los Glaciares findet man eine kleine charmante Ortschaft mit Namen El Chaltén am Fuße des Fitz Roy Massivs, die sich selbstbewusst auch „Die Hauptstadt des Trekking“ nennt. Das kleine Dorf hat gerade einmal 350 Einwohner und wurde erst 1985 gegründet, doch zieht es jedes Jahr im Sommer zahlreiche Touristen an. Glasklare Luft, saubere Gewässer aus denen man bedenkenlos trinken kann und eine Landschaft, die man nur aus Filmen kennt: Das ist die Umgebung von El Chaltén. Von hier aus gibt es mehrere Wanderwege aller Schweregrade: von einfach bis alpin. In nur 37 Kilometer Entfernung liegt der Lago del Desierto, umgeben von Gletschern und einem Wald mit Bäumen, die mehrere hundert Jahre alt sind. Eine schöne Aussicht auf den 3.128 Meter hohen Cerro Torre und 3.400 Meter hohen Fitz Roy hat man bei einer Trekking Tour auf gut beschilderten Wanderwegen zum „Mirador Laguna Torre“. El Chaltén bietet neben Trekking auch viele andere Sportmöglichkeiten wie z.B. Reiten, Bergsteigen und Rafting. Aufgrund der vielfältigen Fauna zieht es auch viele Naturfreunde hier her.
Westlich von Ushuaia, gelegen im Nationalpark Feuerland, kann man bei zahlreichen Wanderungen, z. B. zur Bahia Lapataia, die Vielfalt der Flora und Fauna bestaunen. Bei einer Bootsfahrt durch das wilde Gewässer des Beagle Kanals wird man mit wunderschönen Aussichten auf Ushuaia und Sichtungen der Pinguin- und Seelöwenkolonien auf den vorgelagerten Inseln belohnt. Der an der südlichen Meeresküste gelegene Leuchtturm „Les Eclaireurs“ zeigt heute noch den Seefahrern den Weg in die Bucht von Ushuaia. Zusätzlich kann man eine 6 km lange Fahrt mit dem "Zug am Ende der Welt" machen, der jeden Tag mehrmals zwischen Ushuaia und dem Feuerland National Park fährt. Ursprünglich gebaut, um Gefangene und Materialien zum Bau des Gefängnisses in Ushuaia zu transportieren, wirkt dieser heute elegant ausgebaute Zug wie ein Stück Zivilisation inmitten unberührter Natur.
Menschen & Kultur
Argentinien hat eine Gesamtbevölkerung von etwa 38 Millionen Menschen. Auf die Einwohnerzahl bezogen ist es damit das zweitgrößte spanisch sprechende Land Südamerikas nach Kolumbien. Rund 87 % der Bevölkerung lebt in Städten, wobei allein in und um Buenos Aires etwa 11,5 Millionen Menschen wohnen. Die Bevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf die nördlichen und zentralen Landesteile. Der Süden ist eher dünn besiedelt. Nach der offiziellen Statistik stammen über 90 % der Bevölkerung von eingewanderten Europäern ab, insbesondere von Italienern und Spaniern. Die indigene Bevölkerung ist sehr zurückgegangen, nur noch etwa 600.000 Indígenas leben heutzutage in Argentinien. Sie besitzen die gleichen Bürgerrechte, wohnen jedoch oft in Randgebieten von Großstädten und werden immer noch diskriminiert. Ca. 90% der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben, der auch Staatsreligion ist. Eine Minderheit bilden Protestanten und Juden.
Argentinier sind berühmt für ihren Witz und für Schlagfertigkeit, aber auch für ihren Hochmut, Lust an Übertreibung und die Liebe zur Melancholie. Sie sind stolz, nationalbewusst und haben eine große Leidenschaft für den Fußball, was z.B. bei einem Spiel der Boca Juniors im Boca Stadion lautstark zur Geltung kommt. Sie haben einen großen Sinn für Familie und Freundschaft und ebenso fürs Feiern. Auch scheint in Argentinien der ganze Tagesrhythmus nach hinten verschoben zu sein. Sie stehen im Allgemeinen spät auf und gehen spät schlafen. Die Fiestas beginnen oft nicht vor 23 Uhr, auch deswegen nicht, weil erst gegen 22 Uhr das Abendessen stattfindet. Groß wie das Land sind aber auch die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Argentinier. Auf alle Fälle freuen sich Argentinier immer über ein Gespräch mit Touristen und wenn sie ihnen weiter helfen können. Sie erzählen dann gerne und stolz über ihr schönes Land.
Amtssprache in Argentinien ist Spanisch (Castellano). Dieses unterscheidet sich etwas vom Spanisch in Spanien, sowie der übrigen lateinamerikanischen Länder. Der Buchstabe „ll“ wird wie das deutsche „sch“ und das „z“ immer wie ein stimmloses „s“ ausgesprochen. In Argentinien wird der Gebrauch des Pronomens „vos“ (historisch „Ihr“) anstelle von „tú“ (du) in der singularischen Anrede benutzt. Außerdem wird ziemlich schnell und für Ausländer oft auch recht undeutlich gesprochen. Insbesondere ist das Spanisch in der Gegend um den Chaco (Nordargentinien) für Ungeübte teilweise sehr schwer zu verstehen. Es gibt noch einige Indianersprachen in Argentinien. Am weitesten verbreitet ist hiervon das Quechua der Inkas im Andenraum, das Guaraní im Norden und das Mapudungun der Mapuche in den südlichen Anden Argentiniens und Chiles.
Argentinien ist zu Recht berühmt für sein Rindfleisch, das als das beste in der Welt gilt. Zu den typischen argentinischen Köstlichkeiten gehört auf jeden Fall das „Asado“. Auf einer „Parilla“ (Holzkohlegrill) wird das Fleisch sehr langsam gegrillt. Alle erdenklichen Teile des Rindes kommen auf den Grill, u.a. Nieren (riñones), Gedärme (chinchulines), Blutwurst (morcilla) aber auch Filetsteak (lomo) und Rumpsteak (bife de chorizo). Zum Essen trinkt man gerne Argentinischen Rotwein z.B. einen Malbec aus der Region Mendoza. Asados werden regelmäßig veranstaltet, oft sogar wöchentlich treffen sich Freunde, Bekannte und Verwandte um gemeinsam zu grillen. Anders als in Deutschland wird Frühstücken in Argentinien eher klein geschrieben und fällt im Vergleich zu den anderen Mahlzeiten sehr spärlich aus: Ein typisches Frühstück besteht beispielsweise aus einem ungesüßten Kaffee oder Cafe con Leche mit klebrig süßen „Medialunas“ (Halbmond-förmige Hörnchen) oder manchmal auch nur aus trockenem Weißbrot mit Marmelade. Dafür ist das Abendessen umso üppiger und bei einem herzhaften Steak ist das spärliche Frühstück schnell vergessen. Als Vegetarier hat man es bei den Fleischliebhabern ziemlich schwer; Pasta und Pizzagerichte sind dann die wenigen Optionen und selbst da muss man aufpassen, dass die „vegetarische Pizza“ nicht doch ein Stück Schinken enthält. Ansonsten isst man auch gern „Puchero“, einen leckeren Gemüseeintopf mit Fleisch, oder Empanadas. Argentinier lieben auch ihre Süßspeisen wie z.B. „Flan“, einen Eierpudding mit Vanille aromatisiert oder „Dulce de Leche“, eine Art Karamellcreme und die argentinische Antwort auf unsere Nussnougat-Creme. Auch „alfajores“ (mit dulce de Leche gefüllte und mit Schokolade überzogene Kekse) und unzählige Eissorten sind sehr beliebt.
Argentiniens Nationalgetränk ist der „Yerba Mate“, auch Mate-Tee genannt. Yerba Mate sind die Blätter des mit der Stechpalme verwandten immergrünen Matestrauches (ilex paraguariensis), der in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay wächst. Yerba Mate wird mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufgebrüht und schmeckt etwas bitter. Schon seit frühester Zeit wird Mate von den Indios als magischer Trank gegen Hitze, Hunger und Erschöpfung geschätzt. Mit Hilfe eines metallischen Siebröhrchens ("Bombilla") wird der heiße Mate aus ausgehöhlten Flaschenkürbissen gesaugt und dann an Freunde oder Kollegen in der Runde weitergegeben. Für viele ist Mate ein Ritual, ein Kult. Er gehört zu jedem Haushalt und zu jedem Büro selbstverständlich dazu. Nicht selten sitzen oder stehen Leute auf der Straße, den Kürbis mit der Bombilla in der einen, die Thermoskanne mit heißem Wasser in der anderen Hand.
Geographie
Argentinien reicht mit einer Länge von etwa 3.700 km von den Tropen bis zum Polarmeer. Es grenzt im Norden an Bolivien und Paraguay, im Nordosten an Brasilien, im Osten an Uruguay und hält im Westen eine über ca. 4.000 km lange Grenze zu Chile. Mit einer Gesamtfläche von 2,8 Millionen Quadratkilometer ist Argentinien das achtgrößte Land der Erde und nach Brasilien das zweitgrößte Land Südamerikas. Argentinien lässt sich grob in fünf geographische Zonen einteilen: das fruchtbare Tiefland und der Gran Chaco im Norden, die Anden im Westen, die Pampas im Zentrum des Landes sowie Patagonien und das Feuerland im Süden.
Der Nordosten vereint sehr unterschiedliche Landschaften: Die Provinzen des argentinischen Mesopotamien Entre Rios zwischen den Flüssen Rio Uruguay und Rio Paraná weisen eine hügelige, teils sumpfige Landschaft auf. In Misiones gibt es immergrüne Regenwälder, Corrientes hat eines der größten Feuchtgebiete der Welt, die berühmten Esteros del Iberá, und der Chaco hat hauptsächlich immergrüne Trockenwälder und Dorngebüsch. Die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten liegen in der Region Misiones. Es sind die Wasserfälle von Iguazú und die Jesuitenmissionen. Aber auch die Städte Corrientes, Paraná und Posadas sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Die Anden ziehen sich wie ein Rückgrat durch das gesamte Land. Sie erscheinen als einheitliches Gebirge, können aber in das Hochland (Puna) im Norden, die anschließende Hochkordillere und weiter gen Süden in die Südkordillere unterteilt werden. In der Puna, die unterhalb 3.200 m liegt, findet man Buschwald und Kakteen. Die Landschaft ist wüstenartig, was vielen Tieren einen Lebensraum bietet und es gibt zahlreiche Salzseen. Hier liegt der Nationalpark Los Cardónes mit seinen riesigen abertausenden Kandelaberkakteen. In der Hochkordillere befindet sich auch der höchste Berg Argentiniens, der 6.962 m hohe Aconcagua. Isoliert stehende Gipfel wie z.B. den Cerro Tronador und den Fitzroy findet man in der Südkordillere. Die interessantesten Andenstädte hier sind San Salvador de Jujuy, San Miguel de Tucúman, Quilmes mit seinen Inkaruinen und die Weinmetropole Mendoza.
Die flache Pampa (aus der Quetschua-Sprache: „baumlose Ebene“) ist das Kernland Argentiniens, wo 60% der Viehzucht und 90% des Ackerbaus betrieben werden. Die Landschaft wird im Süden durch die Berge Tandil und La Ventana und im Westen durch die Sierra von Córdoba gebrochen. Man unterscheidet zwischen der feuchten Pampa im Osten, die regelmäßige Niederschläge das gesamte Jahr über erhält, und der trockenen Pampa im Westen, die in die Strauchsteppe übergeht. Die Pampa ist so weit und groß, dass man alle Sorgen und Mühen hinter sich lassen kann. Sie verleiht das Gefühl der Freiheit, ist ein Stück Land für Melancholiker und Liebhaber der Einsamkeit. Die Städte im Norden der Pampa La Plata, Luján, Rosario und Santa Fe sind allein wegen ihrer interessanten Museen, Kirchen und Kolonialgebäude einen Besuch wert. Der Parque Nacional Liahué Calel beeindruckt mit einer vielfältigen Tierwelt zu der u. a. Pumas, Guanakos, Armadillos, Ñandus (straußenähnliche Vögel) und Viscachas (Anden-Kaninchen) zählen.
Südlich der Provinz Buenos Aires umfasst Patagonien fast den gesamten Süden Argentiniens. Mit fast 766.000 km² ist es mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur 1,6 Mio. Einwohnern. Diese Region ist teils mit Gletschern und Bergen übersät, bietet eine Küstenregion mit einzigartiger Tierwelt und wunderschöne Anden-Nationalparks. Stellen Sie sich vor: tagelang kein Mensch, kein Auto, kein Haus, keine Zivilisation! Wer Stille und Einsamkeit sucht, wird sie hier finden! Man hat hin und wieder das Gefühl, dass man sich im Nirgendwo befindet. Die unendliche Weite kann für uns Europäer, die oft in dicht besiedelten Regionen leben, sehr reizvoll sein. Historiker vermuten, dass der Name Patagonien von den Einwohnern des Patagones stammt, was soviel wie Großfüße heißt. Die ersten Siedler 1865 waren Waliser und die weitere Besiedlung Patagoniens hatte zur Folge, dass die Ureinwohner unter anderem durch eingeschleppte Krankheiten ausstarben. Die wichtigsten Städte in Patagonien sind Neuquén, San Carlos de Bariloche, San Martín de los Andes, Puerto Madryn, El Calafate und El Chaltén.
Südlich der Magellanstraße liegt Feuerland am südöstlichen Zipfel von Argentinien. Argentinien und Chile teilen sich den Archipel, der aus der Hauptinsel Feuerland und einigen südlich gelagerten Inseln besteht. Zu Argentinien gehört der östliche Teil mit etwa 21.000 Quadratmeter, was etwa der Größe von Hessen entspricht und entsprechend zur kleinsten Provinz Argentiniens zählt. Dort leben nur ca. 150.000 Menschen. Zu den Hauptanziehungspunkten dieser Inselwelt gehören ohne Zweifel ihre einzigartige Landschaft, Wildniswanderungen, gute Möglichkeiten zur Tierbeobachtung und herrliche Angelreviere. In Feuerland befindet sich außerdem Argentiniens einziger Küsten-Nationalpark, der Nationalpark Tierra del Fuego. Dort wechseln sich schroffe Klippen und bedrohlich wirkende Gletscher ab mit windgepeitschten Bäumen und einer unglaublichen Blütenpracht im Sommer. Der Name Feuerland kommt von den Lagerfeuern der indigenen Bevölkerung, die der portugiesische Seefahrer Magellan bei seiner Seefahrt gesehen haben soll. Die zwei größten Städte der Region sind Río Grande und Ushuaia.
Beste Reisezeit
Argentinien hat prinzipiell ganzjährig Saison. Regional gibt es allerdings sehr starke klimatische Unterschiede. Da Argentinien auf der Südhalbkugel liegt, verlaufen die Jahreszeiten hier entgegengesetzt zu unseren europäischen. Dies sollte in die Reiseplanung mit einbezogen werden.
Die beste Reisezeit für Patagonien und Feuerland liegt zwischen Oktober und April, Hauptsaison ist von Dezember bis Februar. Während dieser Sommermonate herrschen milde Temperaturen und die Tage sind lang. Der argentinische Winter (ca. von Mai bis September) ist im Gegensatz dazu sehr kalt und man muss mit verschneiten Pässen rechnen. Dies macht die Reiseplanung sehr unsicher, weshalb wir diese Monate für Patagonien nicht empfehlen. Generell kann es aufgrund starker Winde, welche in dieser Region ganzjährig auftreten, teilweise sehr kühl werden. Die Temperaturen steigen generell kaum auf über 20° C, nachts fallen sie teilweise auf gegen 0° C.
Die nördlichen Highlights, wie beispielsweise Iguazú, Salta und Iberá, können das ganze Jahr über besucht werden. Hier ist das Klima meist warm und feucht. Im argentinischen Winter fällt weniger Regen, aber die Temperatur kann tagsüber bis zu 15° C betragen.
Das Pampa Gebiet (auch Buenos Aires) ist von Oktober bis Mitte Dezember sehr gut zu bereisen, in den folgenden Monaten ist es sehr heiß (bis zu 35° C) und die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch. Im Winter (Juni - August) ist es etwas kühler. Die Durchschnittstemperaturen liegen dann bei ca. 15° C.
Reiseinfos

Argentinien ist ein Land voller Kontraste und hat landschaftlich unendlich viel zu bieten – von der heißen Trockensavanne des Gran Chaco im Norden bis hinunter zum kühlen Klima des antarktischen Kontinents. Im Norden von Argentinien kann man noch indianische Einflüsse und Traditionen spüren. Der Westen des Landes lockt mit seinen weltberühmten argentinischen Weinen, die dort angebaut werden. Die Wasserfälle von Iguazú an der brasilianischen Grenze bieten atemberaubende Anblicke und die Metropole Buenos Aires, dessen kulturelle Wurzeln in Europa liegen, hat neben Tango noch viel mehr zu bieten. Im Süden des Landes erlebt man eine beeindruckende Flora und Fauna. Die weiten Ebenen Patagoniens reichen von San Carlos de Bariloche in der „argentinischen Schweiz“ über die Küstenregion um Puerto Madryn bis nach Feuerland hinunter am Ende der Welt. Trotz der schweren Wirtschaftskrise und der politischen Instabilität behält Argentinien mit seiner eleganten Hauptstadt, Kultur pur und beeindruckenden Naturwundern als Reiseland seinen Charme.

Einreise

Die Einreise ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer völlig problemlos. Sie benötigen lediglich einen Reisepass, der bei Einreise noch sechs Monate gültig sein muss. Außerdem braucht jeder Besucher eine Touristenkarte, die im Flugzeug ausgeteilt wird. Diese Touristenkarte ist kostenlos und gilt 90 Tage zur einmaligen Einreise. Die Touristenkarte muss unbedingt bis zur Ausreise aus Argentinien aufbewahrt werden.

Impfungen

Für Argentinien sind keinerlei Impfungen vorgeschrieben. Generell empfehlen die meisten Ärzte jedoch die Standardimpfungen aufzufrischen. Dazu zählen die Tetanus-Impfung (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung) und Diphtherie (vor allem bei Kindern wichtig, diese Impfung erfolgt aber meist im Zusammenhang mit der Tetanusimpfung). Auch die Typhus-Impfung sollte alle 2 bis 3 Jahre aufgefrischt werden. Bitte kontrollieren Sie Ihren Impfausweis, ob Sie noch über den erforderlichen Schutz verfügen, oder konsultieren Sie Ihren Hausarzt. Zudem wird meist eine Hepatitis A Impfung empfohlen für die ländlichen Regionen, wo Hygiene oft mangelhaft ist. In den Provinzen Salta, Formosa, Misiones, Jujuy und Corrientes wird gelegentlich Dengue Fieber beobachtet. Reisende sollten auch tagsüber auf einen Mückenschutz achten. Zusätzlich wird eine Gelbfieberimpfung von der Weltgesundheitsorganisation bei Besuch der Provinzen Formosa, Misiones, Corrientes, Jujuy und Salta empfohlen. Die Empfehlung gilt auch für Besuche des Iguazú Nationalparks. Ein geringes Malariarisiko besteht in den ländlichen Gebieten im äußersten Norden in den tiefer gelegenen ländlichen Grenzgebieten zu Bolivien und zu Paraguay, hauptsächlich in den Monaten Oktober bis Mai. Alle anderen Landesteile sind malariafrei. Eine Malariaprophylaxe ist für Argentinien deshalb nicht sinnvoll. Für längere Aufenthalte in den o.g. Gebieten wird die Mitnahme einer Dosis Chloroquin zur Notfallbehandlung (sog. stand-by-Medikation) empfohlen. <b>Hinweis Dengue Fieber:</b> Das Dengue Fieber ist eine Virusinfektion, die durch den Stich einer tag- und nachtaktiven Mückenart (Aedes aegypti und Aedes albopictus) übertragen wird. Krankheitsträger sind Menschen, in waldnahen Regionen auch Affen. Es ist aber zu beachten, dass der Virus nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragbar ist! Am stärksten betroffen vom Dengue Fieber sind in Südamerika die Länder Brasilien, Paraguay, Venezuela, Bolivien, Argentinien und Ecuador. Die wichtigste und einzige Vorsichtsmaßnahme gegen das Dengue Fieber ist ein guter Mückenschutz: mückenabweisende Cremes oder Sprays, hautabdeckende evtl. imprägnierte Kleidung sowie imprägnierte Moskitonetze und eine Klimaanlage. Eine Impfung oder eine Prophylaxe mit Tabletten für Reisende ist noch nicht möglich.

Sicherheit und Gesundheit

Argentinien gehört zu den sichersten Ländern Südamerikas. In den meisten Großstädten in Argentinien kann man nachts alleine durch die Straßen laufen. In der Hauptstadt Buenos Aires gibt es allerdings einige Stadtteile, die man alleine nachts meiden sollte, wie z.B. La Boca. Wenn Sie in der Gruppe oder mit Guide unterwegs sind, ist die Lage jedoch unbedenklich. Trotzdem sollte man in jeder Großstadt Südamerikas die übliche Vorsicht walten lassen und keine Wertgegenstände offen bei sich tragen oder unbeaufsichtigt liegen lassen. Argentinien hat sich trotz der zahlreichen Finanzkrisen eines der besten lateinamerikanischen Gesundheitssysteme erhalten können. Die argentinischen Ärzte haben einen sehr guten Ruf und das Gesundheitssystem ist in der Behandlung kostenlos. Lediglich Medikamente, Krankenhausaufenthalte oder Privatmedizin müssen bezahlt werden beziehungsweise von der Versicherung gedeckt werden.

Zeitunterschied

Im Winterhalbjahr beträgt der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Argentinien vier Stunden. Während der Sommerzeit erhöht sich der Unterschied auf fünf Stunden. Wenn es also bei uns 18:00 Uhr ist, ist es in Argentinien entsprechend 13:00 Uhr im Sommer oder 14:00 Uhr während der deutschen Winterzeit.

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt 220 Volt / 50 Hz wie auch in Mitteleuropa. Die Stecker sind im ganzen Land nicht einheitlich. Meistens finden sich in einem Haushalt verschiedene Stecker-Typen. Der oft benutzte, uns nicht so bekannte, Typ I Stecker besteht aus drei im Dreieck angeordneten Längskontakten. Des Weiteren findet man auch oft sowohl die US-Stecker als auch die deutschen Stecker. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte einen internationalen Reiseadapter mitnehmen.

Währung und Zahlungsmittel

In Argentinien ist der argentinische Peso das nationale Zahlungsmittel. Dieser wird im Verhältnis zum Dollar stabil gehalten. Fällt der Dollar, fällt mit ihm meist auch der Wert des Pesos. Den jeweils aktuellen Wechselkurs finden Sie z.B. unter: http://www.finanzen.net/waehrungsrechner/ wie auch auf anderen Webseiten. Der Euro lässt sich in fast allen Banken und Wechselstuben in den Großstädten tauschen. Der Dollar wird sehr gerne akzeptiert und gilt sogar als heimliche Zweitwährung. Den Tausch Ihrer Devisen sollten Sie im Sinne eines günstigeren Wechselkurses ausschließlich im Reiseland und nicht in Deutschland vornehmen. Am günstigsten ist es jedoch einfach mit der EC-Karte Bargeld am Automaten abzuheben. Dies ist in den meisten Großstädten Argentiniens gut möglich, obwohl es einen Maximalbetrag von ca. 300 Pesos pro Transaktion gibt. In abgelegenen Regionen oder sehr kleinen Orten (wie z.B. El Chaltén) gibt es manchmal gar keine Geldautomaten, man sollte deshalb vorsichtshalber genügend Bargeld (Pesos) mitnehmen. Die Preise in Argentinien sind im südamerikanischen Vergleich relativ hoch. Nur Brasilien und Uruguay haben ähnliche Preise für Waren und Dienstleistungen. Trotzdem ist das Reisen in Argentinien im Verhältnis zu Deutschland sehr viel günstiger. So kostet ein gutes Mittagessen zum Beispiel umgerechnet rund 4 Euro und 10 Minuten Taxi fahren etwa 3 Euro.

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