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Nicaragua
Gruppenreisen
  • 8-15 Teilnehmer
  • feste Reisetermine
  • aktiv & erlebnisreich
  • deutsche Reiseleitung
Individualreisen
  • ab 1-2 Personen
  • individuelle Termine
  • maßgeschneiderte Reisen
  • wählbare Hotelklassen

Reiseziel Nicaragua

Das im Herzen Mittelamerikas gelegene Nicaragua mag zwar - was seine touristische Entwicklung betrifft - noch in den Kinderschuhen stecken, dafür sind Land und Leute hier umso authentischer und liebenswerter.

Attraktionen von Nicaragua

Im Pazifischen Küstenland Nicaraguas befinden sich die wichtigsten Städte, zu denen neben der Hauptstadt Managua auch die wunderschönen, Kopfstein gepflasterten Kolonialstädte Granada und León gehören. Genießen Sie den kolonialen Charme dieser wunderschön restaurierten Städte bei einer romantischen Kutschfahrt, machen Sie eine entspannende Bootsfahrt auf dem Nicaragua See oder werfen Sie einen Blick in den schwefelige Dämpfe ausstoßenden Krater des Vulkans Masaya. Wenn Sie Ihren Nicaragua-Urlaub aktiver gestalten wollen, können Sie natürlich auch einen der vielen Vulkane - z. B. auf der Vulkaninsel Ometepe - besteigen oder sich beim Sandboarding auf dem Vulkan Cerro Negro versuchen. Wer keine Angst vor der schwindelerregenden Höhe hat, kann die Tier und Pflanzenwelt der verwunschen wirkenden Regen- und Nebelwälder Nicaraguas auch aus luftiger Höhe beim Canopy entdecken. Das am Nicaragua-See gelegene San Carlos ist der ideale Ausgangsort für einen Besuch der für ihr Kunsthandwerk berühmten Solentiname-Inseln oder um das ökologische Schutzgebiet Los Guatuzos bzw. die Reserva de Biosfera San Juan, eines der reichsten Ökosysteme der Erde, zu erkunden. Im Osten von Nicaragua erstreckt sich die schwer zugängliche Karibikküste sowie die berühmten Islas del Maíz (Corn Islands). Hier erwartet Sie Karibikfeeling pur: feinsandige, von Kokospalmen gesäumte, Strände, kristallblaues Wasser und eine faszinierende Unterwasserwelt – ein Paradies für Schnorchler und Taucher! Wer den Flug auf die Inseln scheut, kann seinen Urlaub natürlich auch an einem der Strände an der Pazifikküste Nicaraguas ausklingen lassen.

Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit für einen Großteil Nicaraguas ist die Trockenzeit von November bis April.

Unser Reiseangebot

Unser Reiseangebot nach Nicaragua umfasst eine Kleingruppenreise zu festen Terminen, (maßgeschneiderte) Individualreisen, Mietwagenreisen sowie Reisebausteine, die auch eine ideale Ergänzung zu einer Costa Rica Reise darstellen.

Alle Highlights im Überblick
Die Corn Islands (Big & Little Corn) sind zwei paradiesische Inseln im Karibischen Meer, weit außerhalb des Festlandes. Sie sind der Höhepunkt einer jeden Zentralamerikareise und ein Muss für Ästhetiker. Die Anreise von Managua erfolgt entweder bequem per Flugzeug oder per Bus. Auf Big Corn angekommen geht es mit dem Speedboot nach Littel Corn. Es ist jedem zu empfehlen einen Abstecher nach Little Corn, in eine andere Welt, zu unternehmen. Es erwarten einen mit Kokospalmen gesäumte, weiße Sandstrände, farbige Korallenriffe, Hängematten zwischen Kokospalmen, ein Lagerfeuer und Cabañas, die eine glauben lassen, man hätte sich in einen Film verirrt.
Vor einer Reise nach Corn Islands sollte man sich unbedingt nach dem Wetter erkundigen. Es kommt vor allem in der eigentlichen Trockenzeit häufig vor, dass in der Karibik starke Stürme aufkommen. Dann sind auch Flugverschiebungen an der Tagesordnung und Boote können nicht fahren.
Unweit von Estelí gelangt man zum Cañón de Somoto, der allein schon eine Reise wert ist. Der Cañón von Somoto ist der Grand Canyon von Nicaragua. Bei jeder Nicaraguareise sollte Estelí und der Cañón von Ihnen eingeplant werden. Der Cañón ist etwa 80 bis 100 Meter tief und erstreckt sich über drei Kilometer. Entstanden ist die aus Vulkangestein bestehende Felsformation im späten Miozän (etwa fünf Millionen bis 13 Millionen v. Chr.) in Jahrmillionen langer Erosionsarbeit durch den Río Coco, dem mit 700 Kilometer Ausmaß längsten Fluss Mittelamerikas, der sich seinen Weg unaufhaltbar durch die Felsen gebahnt hat. Als seltene geologische Attraktion wurde der Cañón de Somoto erst im Jahr 2004 gemeinsam von einer Gruppe nicaraguanischer und tschechischer Wissenschaftler entdeckt. Bislang touristisch unerschlossen, wurde der Cañón 2006 von der UNESCO als Nationaldenkmal Nicaraguas ausgerufen.
Die legendenumwobene Insel Ometepe ist ein wahres Paradies und liegt mitten im Nicaraguasee. Sie besteht aus zwei Vulkanen, die durch eine schmale Landbrücke miteinander verbunden sind. Im Norden der Insel liegt der Concepción, ein aktiver Vulkan, der 2010 seinen letzte Ausbruch hatte. Im Süden liegt der erloschene, vom Dschungel bedeckte Maderas, in dessen Krater sich eine Lagune gebildet hat. Vom restlichen Nicaragua getrennt durch den Cocibolca, den großen Nicaraguasee, erlebt man auf Ometepe eine Welt für sich. Oft als "Oase des Friedens" bezeichnet, überstand die Insel die Revolution und den anschließenden Contra Krieg weitgehend unbehelligt. Die Konquistadoren bekehrten die Indigene Bevölkerung zum Christentum, aber viele Bräuche und Überlieferungen wurden in den katholischen Glauben übernommen. Auf Ometepe werden mehr religiöse und traditionelle Feste gefeiert als sonst irgendwo in Nicaragua. Es ist sicherlich eines der faszinierendsten Reiseziele Nicaraguas und wurde daher nicht um sonst 2010 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.
Die Laguna de Apoyo ist ein wunderbar blauer Kratersee in einem erloschenen Vulkan. Vor kurzem hat ein Deutscher Wissenschaftler in der Lagune von Apoyo die Entstehung des dort lebenden Buntbarsches untersucht. Dabei kam er auf die erstaunliche Entdeckung, dass sich verschiedene Arten auch innerhalb eines geschlossenen biologischen Systems entwickeln können. Bisher war man davon ausgegangen, dass unterschiedliche Arten nur durch Kontakt zu anderen Spezies entstehen können. Am Ufer des Sees befinden sich schöne Häuser. Oberhalb der Lagune befindet sich der schöne Ort Catarina, wo man am “Mirador de Catarina“ einen wunderbaren Blick auf den großen Granada See, die Stadt Granada selbst und auf den Vulkan Mombacho hat.
Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist „El Lago de Nicaragua“ (der Nicaragua See). Dieser ist über 300 km lang, hat ein Flächenausmaß von 8.157 km² und gilt somit als der zehntgrößte Süßwassersee der Erde. An seinen Ufern befinden sich zahlreiche Ausflugslokale, in denen ein leckerer Süßwasserfisch (Guapote) mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern serviert wird. Vor den einfachen, aber sauberen Lokalen warten Boote auf Sie, welche Sie zu den „Isletas“ bringen. Die Inselgruppe „Las Isletas“ besteht aus über 300 kleinen Inseln, welche durch einen Ausbruch des Vulkans „Mombacho“ entstanden sind.
Auf dem Weg von Managua nach Masaya, sieht man den Vulkan Masaya rauchen. Der Besuch des Nationalparkes „Parque Nacional Volcan Masaya“ und der Blick in den rauchenden Krater ist ein Erlebnis, an das man sich noch lange erinnern wird. Umrundet ist er von 20 km Wanderwegen, im Krater selbst nisten grüne Papageie, denen die giftigen Gase die ständig aus dem Krater entweichen nichts anhaben können. Die unheimlichen Geräusche aus dem Krater, gemischt mit dem Zwitschern der Kratervögel und dem Schwefelgeruch sind einmalig. Wer sich für die Geschichte des Vulkans interessiert erhält im Vulkan Museums interessante Aufschlüsse über die Entstehung im Jahre 4500 v.Chr.
Solentiname ist der Name einer Inselgruppe, bestehend aus 36 Inseln, welche traditionellerweise die Heimat von Künstlern und Poeten sind. Ernesto Cardenal, der berühmte nicaraguanischer Poet, Schriftsteller und Kulturminister während der Ära der der Sandinisten, gründete hier in der Zeit vor der Revolution eine Gemeinschaft für Fischer, Künstler, Maler und Poeten. Die Inseln sind zudem ein Paradies für Wanderfreunde, Fischer und Menschen, die einfach nur mal wieder entspannen wollen. Zudem gilt es prähistorische Steinzeichnungen zu entdecken, Höhlen zu erforschen und die wundervolle Natur erkunden.
Unweit der Stadt Granada befindet sich der Vulkan „Mombacho“. Dieser ist 1.400 Meter hoch und schon seit einigen Jahren erloschen. Im gleichnamigen Naturreservat des „Mombacho“ können Sie nicht nur seltene Pflanzen und Orchideen bestaunen, sondern auch ein ungeahntes Freiheitsgefühl erleben und auf sogenannten „Canopy Touren“ in schwindelerregender Höhe an Drahtseilen von einem Baumwipfel zum anderen gleiten.
Menschen & Kultur
Allgemein sind die Nicaraguaner sehr freundliche und herzliche Menschen mit einem sehr großen Sinn für Familie und Freundschaft, sowie einem noch größeren Sinn fürs Feiern. Die Uhren laufen hier ein wenig anders, als wir dies in Europa gewöhnt sind. Mit Geduld und Toleranz lassen sich gewünschte Ziele oftmals besser erreichen und man wird feststellen, dass ein wenig Verständnis für die Gegebenheiten des Landes dazu beiträgt, das richtige „Wohlgefühl" für den Aufenthalt hier zu vermitteln.
Nicaragua ist ein multiethnisches und multikulturelles Land mit etwa 12,5 Millionen Einwohnern. In seinen drei Festland-Regionen leben 13 indigene Nationalitäten, die ihre eigenen Bräuche, ihre eigene Lebensweise und Weltanschauung bewahrt haben. Rund 55 Prozent der Bevölkerung sind Mestizen (eine Mischung aus Indigenas und Weißen), 25 Prozent Indígenas, 10 Prozent sind Weiße (meist spanischer Abstammung) und 10 Prozent sind schwarzafrikanischer Abstammung.
Die nicaraguanische Küche ist äußerst vielseitig und sehr schmackhaft. Neben viel Fisch und Fleisch werden Kartoffeln, Reis, Mais, Bananen und vieles mehr zubereitet. Unbedingt probieren sollten Sie „ceviche“, ein Cocktail aus Fisch und Meeresfrüchten als kalte Suppe zubereitet. Weitere typische Spezialitäten sind „locro“, eine Kartoffelsuppe, und die zahlreichen frischen Fruchtsäfte „jugos“, die oftmals aus exotischen Früchten zubereitet sind, die wir in Europa nicht kennen. In den großen Städten und in vielen Hotels wird ebenfalls internationale Küche angeboten. Hinweis: In einfachen Restaurants wird häufig nicht am Tisch bezahlt, sondern beim Verlassen des Lokals an der „caja“, der Kasse, meist eine Theke nahe dem Ausgang. Des Weiteren möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie nur Wasser aus Flaschen kaufen sollten.
Die Kultur und Religion Nicaraguas ist seit der spanischen Unterwerfung stark durch Spanien geprägt, wurde zuvor allerdings durch einheimische Kulturen bestimmt. Nachdem die Spanier Nicaragua entdeckten, wurde die Bevölkerung zur Abkehr von ihren alten Religionen und der Konvertierung zum katholischen Glauben verpflichtet, weshalb dieser heute bei knapp 60 Prozent der Bevölkerung praktiziert wird. Der zweitgrößte Anteil besteht aus protestantischen Religionsgemeinschaften (ca. 23 Prozent). Etwa 15 Prozent der Bevölkerung besitzen keine Religionszugehörigkeit.
Die Landessprache in Nicaragua ist Spanisch. Die Muttersprache der indigenen Bevölkerung ist hingegen die alte Inka-Sprache Kichwa. In besseren Hotels, den Touristenzentren und am Flughafen kommen sie aber auch mit Englisch gut weiter. Die Möglichkeiten mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten werden jedoch erheblich vereinfacht, wenn Sie zumindest ein wenig in der Landessprache kommunizieren können. Selbst wenn die Aussprache falsch und der Wortschatz gering ist, honorieren die Menschen dort jeden Versuch, sich mit Ihnen zu verständigen und begegnen einem mit sehr viel Herzlichkeit, Entgegenkommen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Geographie
Nicaragua wird parallel zur Pazifikküste von einer Kette aktiver Vulkane durchzogen, weshalb es auch das „Land der tausend Vulkane“ genannt wird. Der Kratersee Apoyo hat vor kurzem Berühmtheit erlangt. Hier konnte anhand von Buntbarschen nachgewiesen werden, dass sich verschiedene Arten auch ohne räumliche Isolierung entwickeln können. Nicaragua ist das größte Land Zentralamerikas, grenzt an Honduras und Costa Rica und kann in drei geografische Hauptregionen unterteilt werden.
Das karibische Küstenland auch als östliches Tiefland bezeichnet, ist von großen geschlossenen Flächen mit Regenwäldern durchzogen. An der Küste prägen zusätzlich Mangroven- und Sumpfwälder das Bild. Die Küste wird zudem auch Mosquito Coast (Moskitoküste) oder Mosquita genannt und ist, ebenso wie die südlichen Landesteile, dünn besiedelt. Die Wälder werden noch von einer artenreichen tropischen Tierwelt bewohnt, die allerdings (wie der Name "Moskitoküste" schon vermuten lässt) für die dortige Bevölkerung zur Plage werden kann.
Das pazifische Küstenland ist durch die wichtigen Städte Léon, Managua und Granada gekennzeichnet. Des Weiteren liegen hier die Zentren und wichtigsten Siedlungsräume des Landes. Zudem prägen zwei große Binnenseen die Geographie − der größere Nicaraguasee („Lago Cocibolca“) im dicht besiedelten Südwesten und der kleinere Managuasee im Westen. Die Gebirgsketten enden hier an einer langgestreckten Senke, die sich vom Pazifischen Ozean bis zum Karibischen Meer quer durch Nicaragua zieht. Diese Senke wird als großer geologischer Graben gedeutet, der im jüngeren Tertiär an der Nahtstelle zwischen dem nördlichen und südlichen Mittelamerika eingebrochen ist. Wie häufige Erdbeben beweisen, verschieben sich die Gesteinsschollen des Grabens immer noch. Die Hauptstadt Managua wurde im zwanzigsten Jahrhundert zweimal (1931 und 1972) durch Erdbeben verwüstet.
Im zentralen Norden befindet sich das Hochland, welches in 15 Verwaltungsregionen untergliedert ist. Hier lebt ein Großteil der Bevölkerung unter anderem in den Wirtschaftszentren, Estelí, Jinotega und Matagalpa. Zudem befindet sich in dieser Region an der Nordgrenze die höchste Erhebung Nicaraguas, der Pico Mogotón mit einer Höhe von 2107 Metern. (Manchmal wird auch eine Höhe von 2438 Metern angegeben. Dies liegt daran, dass der Berg eine Doppelspitze hat, deren höherer Teil jedoch bereits zu Honduras zählt. Für die Gebirge der Landesmitte sind Kiefernwälder charakteristisch. Dort wurden leider die größeren Tiere wie Pumas, Tapire, Bergkatzen und Alligatoren nahezu ausgerottet.
Beste Reisezeit
Die angenehmste Reisezeit für den Großteil Nicaraguas ist die Trockenzeit von November bis April, wobei es gegen Ende der Trockenzeit, in der Regel Ende April/Anfang Mai, sehr heiß werden kann und die Wasserstände in den Seen zurückgehen. Zum Wandern und Zelten empfiehlt sich die touristische Hochsaison (Dezember bis März), vor allem entlang der Grenze zu Costa Rica. Nicaragua kann in drei größere Temperaturzonen unterteilt werden: Das Bergland im Norden, das Küstengebiet mit Managua, León und Granada, und die zentrale Tiefebene mit der Karibikküste. In den Küstengebieten des Atlantiks und Pazifiks liegen die Temperaturen zwischen 21° C und 32° C.
Das nördliche Hochland beginnt südlich des Grenzflusses zu Honduras, dem Río Coco, und fällt nach Süden stetig ab. Es wird von Gebirgszügen vulkanischen Ursprungs (höchster Punkt: Pico Mogotón: 2438 m) und Hochebenen gebildet, in die sich tiefe Schluchten gegraben haben. Estelí und Matagalpa sind die größten Städte der Region. Das Klima ist hier im Vergleich zum Rest des Landes kühl (Jahresdurchschnitt: 22° C bis 25° C). In der sieben- bis achtmonatigen Regenzeit fällt der größte Teil der 2.500 bis 5.000 mm Niederschläge pro Jahr. Im zentralen Hochland, das sich in Höhen zwischen 750 m und 1.600 m erstreckt, liegen die Durchschnittstemperaturen niedriger, zwischen minimal 15° C und maximal 27° C.
Das Küstengebiet am Pazifik und Teile des Landesinneren kann man als tropisch trockene Zone Nicaraguas bezeichnen, die Jahresniederschläge erreichen in den Regenzeiten von Mai bis August und von September bis Oktober knapp 2.000 mm (zum Vergleich: Berlin 570mm). Somit ist das Küstengebiet die für die Landwirtschaft fruchtbarste Region. Wenn man dieses bereisen möchte ist die Trockenzeit am besten geeignet, diese beginnt im Dezember und endet im Januar. Die beste Reisezeit für die Isla de Ometepe ist in den Monaten November bis April. Die Durchschnittstemperatur liegt bei ungefähr 27 bis 30° Celsius.
Die tropisch immer feuchte Tiefebene des Ostens reicht vom Río Coco im Norden bis zum Río San Juan im Süden, dem Grenzfluss zu Costa Rica. Sie ist von dichten Regenwäldern bedeckt und mit nur 9% der Gesamtbevölkerung am dünnsten besiedelt, nimmt aber flächenmäßig die Hälfte Nicaraguas ein. Es gibt, abgesehen von den Flussläufen, kaum Verkehrswege. Die größten Orte sind Bluefields und Bilwi (Puerto Cabezas). Die Regenzeit dauert von Mai bis Februar, in der die Niederschläge zwischen 2.500 und 6.000 mm erreichen. Auf der karibischen Seite, vor allem entlang des Río San Juan, ist es im ganzen Jahr regnerisch, auch ist die gesamte jährliche Regenmenge (bis 4.000 mm) größer als an der pazifischen Küste. An der Atlantikküste ist es jedoch ganzjährig sehr regnerisch. Die Ostküste gehört zu der niederschlagsreichsten Region in ganz Zentralamerika. Die Durchschnittstemperatur beträgt über 30° Celsius.
Reiseinfos

Nicaragua, das kleine Land im Herzen Mittelamerikas besticht durch traumhafte und unberührte Strände, interessante und mystische Inseln, eine beeindruckende Flora und Fauna, brodelnde Vulkane und eine farbenfrohe, Jahrtausende alte Kultur. Im ärmsten Land Mittelamerikas treffen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die besiedelte und sich teilweise auf mitteleuropäischem Niveau befindende Pazifikküste, mit Ihrer spanisch-indigenen Tradition, ihrer Mais-Bohnen-Küche und nicht zu vergessen ihrer Folklore. Auf der anderen Seite die dünnbesiedelte karibische Seite, wo sechs verschiedene Sprachen gesprochen werden, Reggae Klänge die Straßen durchfluten und Fisch mit Kokossauce gegessen wird. Kulturell und Landschaftlich hat Nicaragua einiges zu bieten. Verschiedene, wunderschöne Städte laden zum Verweilen ein, ein aktiver und viele nicht aktive Vulkane wollen erklommen werden. Zudem gilt es viele Kunstmärkte zu erkunden. Wer sich nach all den beeindruckenden Landschaften und Aktivitäten einfach nur entspannen möchte, der ist in einem der zahlreichen Badeorte an der Küste und auf den Inseln bestens aufgehoben. Nicaragua ist für jeden Besucher eine Reise wert.

Einreise

Eine Einreise nach Nicaragua verläuft für Deutsche, Schweizer und Österreicher problemlos. Allerdings sollte Ihr Reisepass noch mindestens 6 Monate über das geplante Ausreisedatum gültig sein. Seit dem 26.06.2012 sind zudem Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils nicht mehr gültig, jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Zunächst wird eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen erteilt. Für diese Genehmigung muss eine Touristenkarte für 10,- US-Dollar gekauft und eine Einreisegebühr von 2,- US-Dollar erbracht werden.

Impfungen

Für europäische Reisende sind keine Impfungen vorgeschrieben. Sie sollten jedoch die Wirksamkeit der üblichen Impfungen wie Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern, Röteln und Influenza überprüfen. Empfohlen werden außerdem Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Es besteht ein moderates Infektionsrisiko mit Dengue Fieber, ein Virus, der durch Stich einer bestimmten Mückenart übertragen wird, aber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist hierbei Mückenschutz, da es keine Impfungen und Prophylaxen gibt. Lokale Warnungen sollten beachtet werden. Fast in jeder Region des Landes gibt es ärztliches Personal und die Grundausstattung an Medikamenten. Allerdings befinden sich nicht in jeder Gemeinde Krankenhäuser. In den ländlichen Gegenden ist die medizinische Versorgung oft sehr schlecht. Gerade im Osten des Landes sind sauberes Trinkwasser sowie Impfungen oft nicht gewährleistet.

Sicherheit und Gesundheit

In Nicaragua kommt es immer mal wieder zu bewaffneten Überfällen in Granada und Managua. Aktuell hat sich auch die Zahl von Übergriffen auf Touristen in San Juan del Sur, im Süden des Landes, erhöht. Ein erhöhtes Diebstahlrisiko gab es in der Vergangenheit vor allem an den von Touristen häufig frequentierten Orten wie Grenzübergängen, Busbahnhöfen und dem Flughafen Managua. Sie sollten daher Ihr Gepäck nie aus den Augen lassen. Gefahr droht insbesondere in größeren Städten und touristischen Orten, bei Menschenansammlungen wie auf Märkten, Fiestas, Bahnhöfen oder während der Bus- oder Zugfahrt. Die besten Gelegenheiten für Diebe ergeben sich vor allem dann, wenn sich die Aufmerksamkeit aufs Fotografieren richtet. Wertsachen und wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass, Führerschein, Adressenlisten etc.) sollten nur in unbedingt erforderlichem Umfang mitgeführt und stets – sofern vorhanden – in einem Safe deponiert werden. Auf Schmuck, auch billigen Modeschmuck, sollte zudem verzichtet werden. Armenviertel sollten Sie nur in Begleitung Ortskundiger betreten. Von Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit sollte in jedem Fall abgesehen werden.

Zeitunterschied

Die Differenz zur mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt minus sechs Stunden im Winter und minus sieben im Sommer. Wenn es also in Nicaragua 10.00 Uhr ist, ist es in Deutschland bereits 16.00 bzw. 17.00 Uhr.

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt in Nicaragua 110 Volt (Deutschland: 220 Volt). Stecker europäischer Elektrogeräte passen nur mit einem amerikanischen Adapter. Dieser ist deshalb in den meisten Fällen erforderlich. Vor Ort kann er mitunter schwer zu bekommen sein, obwohl viele Hotels über Adapter verfügen. Um flexibel zu sein, sollten Sie diesen im Elektrohandel vor Ihrer Abreise erwerben. Bitte beachten Sie zudem, dass es in abgelegenen Gegenden häufig zu Stromschwankungen kommen kann.

Währung und Zahlungsmittel

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