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Argentinien

Argentinien hat eine Gesamtbevölkerung von etwa 38 Millionen Menschen. Auf die Einwohnerzahl bezogen ist es damit das zweitgrößte spanisch sprechende Land Südamerikas nach Kolumbien. Rund 87 % der Bevölkerung lebt in Städten, wobei allein in und um Buenos Aires etwa 11,5 Millionen Menschen wohnen. Die Bevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf die nördlichen und zentralen Landesteile. Der Süden ist eher dünn besiedelt. Nach der offiziellen Statistik stammen über 90 % der Bevölkerung von eingewanderten Europäern ab, insbesondere von Italienern und Spaniern. Die indigene Bevölkerung ist sehr zurückgegangen, nur noch etwa 600.000 Indígenas leben heutzutage in Argentinien. Sie besitzen die gleichen Bürgerrechte, wohnen jedoch oft in Randgebieten von Großstädten und werden immer noch diskriminiert. Ca. 90% der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben, der auch Staatsreligion ist. Eine Minderheit bilden Protestanten und Juden.

Argentinier sind berühmt für ihren Witz und für Schlagfertigkeit, aber auch für ihren Hochmut, Lust an Übertreibung und die Liebe zur Melancholie. Sie sind stolz, nationalbewusst und haben eine große Leidenschaft für den Fußball, was z.B. bei einem Spiel der Boca Juniors im Boca Stadion lautstark zur Geltung kommt. Sie haben einen großen Sinn für Familie und Freundschaft und ebenso fürs Feiern. Auch scheint in Argentinien der ganze Tagesrhythmus nach hinten verschoben zu sein. Sie stehen im Allgemeinen spät auf und gehen spät schlafen. Die Fiestas beginnen oft nicht vor 23 Uhr, auch deswegen nicht, weil erst gegen 22 Uhr das Abendessen stattfindet. Groß wie das Land sind aber auch die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Argentinier. Auf alle Fälle freuen sich Argentinier immer über ein Gespräch mit Touristen und wenn sie ihnen weiter helfen können. Sie erzählen dann gerne und stolz über ihr schönes Land.

Amtssprache in Argentinien ist Spanisch (Castellano). Dieses unterscheidet sich etwas vom Spanisch in Spanien, sowie der übrigen lateinamerikanischen Länder. Der Buchstabe „ll“ wird wie das deutsche „sch“ und das „z“ immer wie ein stimmloses „s“ ausgesprochen. In Argentinien wird der Gebrauch des Pronomens „vos“ (historisch „Ihr“) anstelle von „tú“ (du) in der singularischen Anrede benutzt. Außerdem wird ziemlich schnell und für Ausländer oft auch recht undeutlich gesprochen. Insbesondere ist das Spanisch in der Gegend um den Chaco (Nordargentinien) für Ungeübte teilweise sehr schwer zu verstehen. Es gibt noch einige Indianersprachen in Argentinien. Am weitesten verbreitet ist hiervon das Quechua der Inkas im Andenraum, das Guaraní im Norden und das Mapudungun der Mapuche in den südlichen Anden Argentiniens und Chiles.

Argentinien ist zu Recht berühmt für sein Rindfleisch, das als das beste in der Welt gilt. Zu den typischen argentinischen Köstlichkeiten gehört auf jeden Fall das „Asado“. Auf einer „Parilla“ (Holzkohlegrill) wird das Fleisch sehr langsam gegrillt. Alle erdenklichen Teile des Rindes kommen auf den Grill, u.a. Nieren (riñones), Gedärme (chinchulines), Blutwurst (morcilla) aber auch Filetsteak (lomo) und Rumpsteak (bife de chorizo). Zum Essen trinkt man gerne Argentinischen Rotwein z.B. einen Malbec aus der Region Mendoza. Asados werden regelmäßig veranstaltet, oft sogar wöchentlich treffen sich Freunde, Bekannte und Verwandte um gemeinsam zu grillen.

Anders als in Deutschland wird Frühstücken in Argentinien eher klein geschrieben und fällt im Vergleich zu den anderen Mahlzeiten sehr spärlich aus: Ein typisches Frühstück besteht beispielsweise aus einem ungesüßten Kaffee oder Cafe con Leche mit klebrig süßen „Medialunas“ (Halbmond-förmige Hörnchen) oder manchmal auch nur aus trockenem Weißbrot mit Marmelade. Dafür ist das Abendessen umso üppiger und bei einem herzhaften Steak ist das spärliche Frühstück schnell vergessen.

Als Vegetarier hat man es bei den Fleischliebhabern ziemlich schwer; Pasta und Pizzagerichte sind dann die wenigen Optionen und selbst da muss man aufpassen, dass die „vegetarische Pizza“ nicht doch ein Stück Schinken enthält. Ansonsten isst man auch gern „Puchero“, einen leckeren Gemüseeintopf mit Fleisch, oder Empanadas. Argentinier lieben auch ihre Süßspeisen wie z.B. „Flan“, einen Eierpudding mit Vanille aromatisiert oder „Dulce de Leche“, eine Art Karamellcreme und die argentinische Antwort auf unsere Nussnougat-Creme. Auch „alfajores“ (mit dulce de Leche gefüllte und mit Schokolade überzogene Kekse) und unzählige Eissorten sind sehr beliebt.

Argentiniens Nationalgetränk ist der „Yerba Mate“, auch Mate-Tee genannt. Yerba Mate sind die Blätter des mit der Stechpalme verwandten immergrünen Matestrauches (ilex paraguariensis), der in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay wächst. Yerba Mate wird mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufgebrüht und schmeckt etwas bitter. Schon seit frühester Zeit wird Mate von den Indios als magischer Trank gegen Hitze, Hunger und Erschöpfung geschätzt. Mit Hilfe eines metallischen Siebröhrchens ("Bombilla") wird der heiße Mate aus ausgehöhlten Flaschenkürbissen gesaugt und dann an Freunde oder Kollegen in der Runde weitergegeben. Für viele ist Mate ein Ritual, ein Kult. Er gehört zu jedem Haushalt und zu jedem Büro selbstverständlich dazu. Nicht selten sitzen oder stehen Leute auf der Straße, den Kürbis mit der Bombilla in der einen, die Thermoskanne mit heißem Wasser in der anderen Hand.

Foto von N1K081 / CC BY

Menschen & Kultur in Argentinien

Argentinien hat eine Gesamtbevölkerung von etwa 38 Millionen Menschen. Auf die Einwohnerzahl bezogen ist es damit das zweitgrößte spanisch sprechende Land Südamerikas nach Kolumbien. Rund 87 % der Bevölkerung lebt in Städten, wobei allein in und um Buenos Aires etwa 11,5 Millionen Menschen wohnen. Die Bevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf die nördlichen und zentralen Landesteile. Der Süden ist eher dünn besiedelt. Nach der offiziellen Statistik stammen über 90 % der Bevölkerung von eingewanderten Europäern ab, insbesondere von Italienern und Spaniern. Die indigene Bevölkerung ist sehr zurückgegangen, nur noch etwa 600.000 Indígenas leben heutzutage in Argentinien. Sie besitzen die gleichen Bürgerrechte, wohnen jedoch oft in Randgebieten von Großstädten und werden immer noch diskriminiert. Ca. 90% der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben, der auch Staatsreligion ist. Eine Minderheit bilden Protestanten und Juden.

Argentinier sind berühmt für ihren Witz und für Schlagfertigkeit, aber auch für ihren Hochmut, Lust an Übertreibung und die Liebe zur Melancholie. Sie sind stolz, nationalbewusst und haben eine große Leidenschaft für den Fußball, was z.B. bei einem Spiel der Boca Juniors im Boca Stadion lautstark zur Geltung kommt. Sie haben einen großen Sinn für Familie und Freundschaft und ebenso fürs Feiern. Auch scheint in Argentinien der ganze Tagesrhythmus nach hinten verschoben zu sein. Sie stehen im Allgemeinen spät auf und gehen spät schlafen. Die Fiestas beginnen oft nicht vor 23 Uhr, auch deswegen nicht, weil erst gegen 22 Uhr das Abendessen stattfindet. Groß wie das Land sind aber auch die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Argentinier. Auf alle Fälle freuen sich Argentinier immer über ein Gespräch mit Touristen und wenn sie ihnen weiter helfen können. Sie erzählen dann gerne und stolz über ihr schönes Land.

Amtssprache in Argentinien ist Spanisch (Castellano). Dieses unterscheidet sich etwas vom Spanisch in Spanien, sowie der übrigen lateinamerikanischen Länder. Der Buchstabe „ll“ wird wie das deutsche „sch“ und das „z“ immer wie ein stimmloses „s“ ausgesprochen. In Argentinien wird der Gebrauch des Pronomens „vos“ (historisch „Ihr“) anstelle von „tú“ (du) in der singularischen Anrede benutzt. Außerdem wird ziemlich schnell und für Ausländer oft auch recht undeutlich gesprochen. Insbesondere ist das Spanisch in der Gegend um den Chaco (Nordargentinien) für Ungeübte teilweise sehr schwer zu verstehen. Es gibt noch einige Indianersprachen in Argentinien. Am weitesten verbreitet ist hiervon das Quechua der Inkas im Andenraum, das Guaraní im Norden und das Mapudungun der Mapuche in den südlichen Anden Argentiniens und Chiles.

Argentinien ist zu Recht berühmt für sein Rindfleisch, das als das beste in der Welt gilt. Zu den typischen argentinischen Köstlichkeiten gehört auf jeden Fall das „Asado“. Auf einer „Parilla“ (Holzkohlegrill) wird das Fleisch sehr langsam gegrillt. Alle erdenklichen Teile des Rindes kommen auf den Grill, u.a. Nieren (riñones), Gedärme (chinchulines), Blutwurst (morcilla) aber auch Filetsteak (lomo) und Rumpsteak (bife de chorizo). Zum Essen trinkt man gerne Argentinischen Rotwein z.B. einen Malbec aus der Region Mendoza. Asados werden regelmäßig veranstaltet, oft sogar wöchentlich treffen sich Freunde, Bekannte und Verwandte um gemeinsam zu grillen.

Anders als in Deutschland wird Frühstücken in Argentinien eher klein geschrieben und fällt im Vergleich zu den anderen Mahlzeiten sehr spärlich aus: Ein typisches Frühstück besteht beispielsweise aus einem ungesüßten Kaffee oder Cafe con Leche mit klebrig süßen „Medialunas“ (Halbmond-förmige Hörnchen) oder manchmal auch nur aus trockenem Weißbrot mit Marmelade. Dafür ist das Abendessen umso üppiger und bei einem herzhaften Steak ist das spärliche Frühstück schnell vergessen.

Als Vegetarier hat man es bei den Fleischliebhabern ziemlich schwer; Pasta und Pizzagerichte sind dann die wenigen Optionen und selbst da muss man aufpassen, dass die „vegetarische Pizza“ nicht doch ein Stück Schinken enthält. Ansonsten isst man auch gern „Puchero“, einen leckeren Gemüseeintopf mit Fleisch, oder Empanadas. Argentinier lieben auch ihre Süßspeisen wie z.B. „Flan“, einen Eierpudding mit Vanille aromatisiert oder „Dulce de Leche“, eine Art Karamellcreme und die argentinische Antwort auf unsere Nussnougat-Creme. Auch „alfajores“ (mit dulce de Leche gefüllte und mit Schokolade überzogene Kekse) und unzählige Eissorten sind sehr beliebt.

Argentiniens Nationalgetränk ist der „Yerba Mate“, auch Mate-Tee genannt. Yerba Mate sind die Blätter des mit der Stechpalme verwandten immergrünen Matestrauches (ilex paraguariensis), der in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay wächst. Yerba Mate wird mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufgebrüht und schmeckt etwas bitter. Schon seit frühester Zeit wird Mate von den Indios als magischer Trank gegen Hitze, Hunger und Erschöpfung geschätzt. Mit Hilfe eines metallischen Siebröhrchens ("Bombilla") wird der heiße Mate aus ausgehöhlten Flaschenkürbissen gesaugt und dann an Freunde oder Kollegen in der Runde weitergegeben. Für viele ist Mate ein Ritual, ein Kult. Er gehört zu jedem Haushalt und zu jedem Büro selbstverständlich dazu. Nicht selten sitzen oder stehen Leute auf der Straße, den Kürbis mit der Bombilla in der einen, die Thermoskanne mit heißem Wasser in der anderen Hand.

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