Mit einer Fläche von 1.285.216 km² ist Peru nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile und gehört zur intertropischen Zone.
Peru wird geographisch in drei natürliche Regionen unterteilt: Im Westen die Costa, die immer trockene Wüstenlandschaft der Küstenregion, im Inneren die Sierra, das von spektakulären andinen Hochbecken und Gipfeln durchzogene Andenhochland und im Osten der Regenwald - "La Selva" -, das schwüle und immer grüne Amazonas Tiefland.
Die Costa
An der Pazifikküste im Westen des Landes befindet sich ein schmaler Wüstenstreifen, der ungefähr 10% des Gesamtgebietes ausmacht. Er ist von mehreren Flussoasen durchzogen und nicht von extremer Hitze, sondern vielmehr von dem durch den kalten Humboltstrom hervorgerufenen Küstennebel und Nieselregen geprägt. Als Besonderheit gelten die Küstencordilleren – Lomas – auf denen Kakteen, Sträucher und Wüstenpflanzen wachsen die ihren Feuchtigkeitsbedarf durch den Nebel decken. Durch die Küstenwüste zieht sich von Norden nach Süden die Carretera Panamericana.
Die Selva
Im Osten des Landes befindet sich das Amazonastiefland mit seinen noch weitgehend unerforschten Regenwaldgebieten. Die Region bedeckt 60% des peruanischen Territoriums, ist jedoch das bei weitem am dünnsten besiedelte Gebiet des Landes. Hier entsteht der Amazonas aus dem Zusammenfluss der beiden Flüsse Ucuyali und Marañon. Der Regenwald ist beinahe undurchdringlich und das Gebiet ist mit Strassen kaum erschlossen. Hauptverkehrswege für die Bevölkerung sind die zahlreichen Flüsse.
Die Sierra
Die Gebirgsregion der Anden im Zentrum des Landes nimmt ungefähr 30% der Gesamtfläche Perus ein und ist von den vielen Gipfeln der bis zu 6000 Meter hohen Berge mit ihren Schneegipfeln und dem andinen Hochplateau geprägt. Während sich im Nordwesten die Gebirgszüge der Schwarzen Kordillera befinden, die nicht an die Schneegrenze heranreichen und sehr vegetationsreich sind, liegen weiter östlich die Weissen Kordilleren. In diesem Gebiet mit seinen hohen Bergen und schnee- und eisbedeckten Gipfeln befindet sich auch der Huascarán, der mit seinen 6768 Metern der höchste Berg Perus ist. Gegen Süden ist die Landschaft von weniger markanten Bergmassiven zwischen 3000 und 5000 Metern geprägt. Hier trifft man auch gelegentlich auf Vulkankegel. Das im Süden gelegene Hochlandbecken des Altiplano auf ungefähr 3500 Metern Höhe, in dem sich auch der berühmte Titicacasee befindet, ist der Lebensraum der meisten Andenbewohner.
Klima und Reisezeit
Das Klima in Peru unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen des Landes stark voneinander. Grundsätzlich unterscheidet man in Peru nur zwei Jahreszeiten, nämlich die Regen- und die Trockenzeit.
An der Küste sowie in den westlichen Andenregionen sind die Monate Dezember bis April sonnig mit Temperaturen zwischen 22 und 32 °C und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit, allerdings ohne Regen. Diese Monate gelten für besagte Region als ideale Reisezeit. In den restlichen Monaten hingegen befindet sich das Land unter einer ständigen Wolkendecke oder gar im Küstennebel (Garúa). Die Stadt Lima ist hiervon besonders betroffen, da Luftverschmutzung und Smog die Bildung und das Bestehen des Küstenebels begünstigen.
Im Andenhochland beginnt die Trockenzeit und damit die beste Reisezeit im Mai und dauert bis September an. In dieser Zeit herrscht praktisch durchgehend strahlender Sonnenschein bei klarem, blauem Himmel. Allerdings fallen in dieser Zeit auch die Temperaturen nachts am stärksten ab – in Cusco, auf 3326 m, kann es daher während dieser Monate zu Temperaturunterschieden von 18 – 25 °C tagsüber auf unter 0°C nachts kommen. Die Regenzeit liegt zwischen Oktober und Mai, wobei es jedoch im Normalfall erst im Januar richtig regnerisch wird. In den Ostanden ist die Regenzeit etwas ausgeprägter und es kann vor allem zwischen Januar und April zu Erdrutschen kommen.
In der Regenwaldregion im Flachland ist die zeitliche Verteilung der Regen- und Trockenzeit ungefähr mit derjenigen der Anden zu vergleichen. Während der Regenzeit, vor allem in den Niederschlagsstärksten Monaten Januar bis April, können die Niederschläge derart heftig werden, dass Strassen überflutet werden und gesperrt werden müssen. In dieser Region fällt auch in der Trockenzeit regelmäßig Regen, jedoch scheint auch sehr oft die Sonne und die Luftfeuchtigkeit ist generell etwas niedriger als in der Regenzeit. Die Temperaturen liegen während der Trockenzeit oft über 30 °C, der Wasserstand der Flüsse und Seen sinkt und die Wege und Strassen sind in gutem Zustand.
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