Guatemala City
Die Hauptstadt Guatemalas mit 2,5 Millionen Einwohnern liegt auf einem Hochplateau nahe dem Gebirgszug Sierra Madre und ist umgeben von einer Reihe von Vulkanen. Sie ist Verwaltungs- und kommerzielles Zentrum des Landes und in 21 Zonen eingeteilt, wobei Zone 1 den alten Stadtkern der Stadt darstellt. Einerseits fasziniert die Stadt durch schöne koloniale Bauten, zugleich ist sie aber auch Sinnbild unüberbrückbarer sozialer Spannungen zwischen arm und reich in Guatemala. Um Guatemala City kommt man bei einem Besuch Guatemalas nicht herum, auch wenn man es manchmal lieber umgehen würde. Denn die Hauptstadt ist laut und anstrengend, hunderte von ratternden und hupenden Bussen quälen sich durch die engen Straßen und hinterlassen zusammen mit dem Autoverkehr schwarze Wolkenberge - Besucher bleiben hier meist nur so lang wie unbedingt nötig. Trotzdem sollte man Guatemala City eine Chance geben, denn diese Stadt ist ein wichtiger Teil des Gesamteindruckes, den man bei einer Reise durch Guatemala gewinnt. Sie zu meiden, würde bedeuten, einer täglichen Realität tausender Guatemalteken den Rücken zu kehren.
SehenswertDie Kathedrale und die Kirchen Cerro de Carmen, La Merced, Santo Domingo, Santuario Expiatorio, Las Capuchinas, Santa Rosa und Capilla de Yurrita. Der Parque Aurora mit dem Zoo, dem Archäologischen Museum und dem Kunstgewerbemuseum die im Süden der Stadt liegen. |
Antigua
Im Panchoytal am Fuß des Vulkans Agua etwa 1 Stunde von Guatemala City entfernt, liegt die ehemalige Hauptstadt des Königreiches Guatemala, welche für über 200 Jahre, bis 1773, wirtschaftliches, geistiges und kulturelles Zentrum des Subkontinents war. Am 29. Juli 1773 zerstörte ein verheerendes Erdbeben nahezu die ganze Stadt und die Hauptstadt wurde nach Guatemala City verlegt.
Heute ist „La Antigua Guatemala“, wie der vollständige Name der Stadt lautet, eine überschaubare Stadt im Kolonialstil mit kopfsteingepflasterten Straßen – eine Stadt mit viel Atmosphäre, die 1979 von der UNESCO zum „Erbe der Menschheit“ erklärt wurde. Das Stadtbild Antiguas wird heute durch Ladinos, Indígenas und Touristen geprägt und bietet eine Vielzahl von Restaurants, Hotels, Bars sowie einigen Internetcafés.
SehenswertDer Parque Central ist umgeben von einer Reihe sehenswerter und bedeutender Gebäude, unter anderem der Kathedrale Metropolitana auf der Ostseite, die 1680 erbaut wurde, sowie dem Palast des ehemaligen Erzbischofs. Die Südseite wird eingenommen von dem gigantischen Generalpalast aus dem Jahre 1764, der heute Sitz der Polizei und des Militärs ist. Einen Besuch lohnt auch der Palacio del Ayuntamiento, das heutige Rathaus auf der Nordseite des Parks. Hier befinden sich die Stadtverwaltung, Banken, Restaurants und das Museo de Santiago. Auch der Torbogen von Santa Catalina, hinter dem der Vulkan Fuego herausragt, ist einen Besuch wert. Auf jeden Fall gilt, dass Antigua ein Muss für jeden Besucher Guatemalas ist! |
Livingston - Rio Dulce
Zwischen der Flussmündung des Río Dulce und dem Karibikstrand, nur mit dem Boot zu erreichen, liegt die kleine Stadt Livingston. Hier leben vor allem die Garifunas, die ursprünglich von der Karibikinsel St. Vincent (kleine Antillen) stammen und Nachkommen karibischer und afrikanischer Sklaven sind, die hierher geflüchtet waren. Es finden sich aber auch Ladinos und Indígenas in Livingston und zusammen bilden sie eine multi-ethnische Einheit, die der Stadt ihren ganz persönlichen Charakter verleiht und sie so besonders macht. Die in Pastellfarben gestrichenen, bunten Häuser stehen zum Teil auf Stelzen und die meisten haben eine schöne große Terrasse, von der aus alles beobachtet werden kann. Auf der Straße wird viel Live-Musik gespielt mit Instrumenten wie Schildkrötenpanzern und Trommeln, die mit den Taschen von Pelikanen überzogen sind.
SehenswertDie Sehenswürdigkeiten in Livingston sind alle mit einem kleinen Ausflug verbunden. In 6 km Entfernung findet man die Siete Altares (Sieben Altäre). Dabei handelt es sich um einen Urwaldfluss, der kurz vor seiner Mündung über sieben kleine Wasserfälle ins Meer fließt. Sehr Empfehlenswert ist auch eine Bootstour den Río Dulce aufwärts zum Castillo San Felipe. Dabei kann man die vielfältige Flora und Fauna am Ufer des Río Dulce bestaunen und sieht außerdem die kleinen Bambushütten der dort ansässigen Fischerfamilien. |
Flores
Flores ist eine schöne Stadt mit bunten Häusern, die auf einer Insel im Petén Itzá liegt. Rund um die Insel steigt und sinkt der Wasserspiegel aus kaum geklärten Ursachen und teilweise ist kein Ufer mehr zu sehen. 1831 wurde die Stadt offiziell Flores genannt, nach dem damals amtierenden Vizepräsident Cirilo Flores. Die Insel ist durch einen künstlich angelegten Damm mit den darum herum liegenden Dörfern Santa Elena, San Benito sowie dem Festland verbunden und bietet seinen Besuchern einige Restaurants und auch Internetcafés. Auf dem Plaza Central, am höchsten Punkt der Stadt, befindet sich eine kleine weiße Kirche. Flores ist Außerdem der beste Ausgangspunkt um den berühmten Nationalpark Tikal zu besuchen, der nur noch ca. 60 Km entfernt liegt.
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