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Interessantes und Kurioses

Städte in Chile

Santiago

Für fast alle Chile-Reisenden ist Santiago der Start- und/oder Endpunkt der Reise. Santiago ist der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes. Ein Drittel der Chilenen (über 5 Millionen) wohnt im Großraum der Stadt und sie wächst jährlich um 100.000 Einwohner. Obwohl sich die Hauptstadt vor allem im Winter häufig unter einer Smog-Wolke versteckt, gibt es doch einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken: Das geschäftige Treiben rund um die Plaza de Armas, dem historischen Zentrum, das heute von Künstlern und Portraitmalern geprägt ist, sollte man bei einem Besuch der Stadt nicht verpassen. Beeindruckend ist auch der Palacio de la Moneda, der Regierungssitz und Hauptschauplatz des Militärputsches und dem Sturz des Präsidenten Salvador Allende im Jahr 1973. Heute ist eine Frau Hausherrin des Regierungsgebäudes, die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet.


Sehenswert

Den besten Überblick über die Stadt hat man vom Cerro San Cristóbal aus. Eine Seilbahn („funicular“) bringt Sie den Hügel hinauf zum Gipfel und zur 14 Meter hohen Statue „Virgen de la Immaculada Concepción“. Ganz in der Nähe befindet sich auch das ehemalige Haus Pablo Nerudas, das heute ein Museum ist.


Zu finden in unseren Reisen:

Chile - 4 Tage Santiago Clásico

Arica

Arica, an der Grenze zu Peru im äußersten Norden des Landes gelegen, war früher ein wichtiger Hafen, von dem aus Salpeter verschifft wurde. Bis 1880 gehörte die Stadt zu Peru, ging aber im Salpeterkrieg an Chile. Schon weit vorher war Arica besiedelt, sie gilt als eine der ältesten Wohnsiedlungen des Landes. So findet man noch viele Spuren der Ureinwohner in der näheren Umgebung, wie im Azapa-Tal, durch das früher die Handelsreisenden zogen. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das ehemalige Zollgebäude und die Iglesia San Marcos, die von Gustave Eiffel entworfen wurden, noch bevor er sich in Paris sein Wahrzeichen setzte. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Strände in und vor allem um die Stadt herum, die bei Wellenreitern sehr beliebt sind.


Tipp

Von Arica aus lässt sich das reizvolle Umland gut erkunden. Besonders schön: Touren hinauf in die Anden nach Putre oder zum Nationalpark Lauca.



Viña del Mar und Valparaíso

Nur zwei Stunden Busfahrt von Santiago entfernt befindet sich die wichtigste Küstenstadt Nordchiles: Valparaíso, kurz „Valpo“ genannt. Diese Stadt, dessen historischer Stadtkern mit seiner Architektur aus der Kolonialzeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, hat ohne Frage ein ganz besonderes Flair. Sei es unten am Hafen oder auf den Hügeln, die von bunt bemalten Häusern, engen Gassen und den berühmten „Ascensores“, den Aufzügen, geprägt sind, ein Spaziergang lohnt sich allemal.
Gleich neben Valparaíso schließt sich Viña del Mar an. Beide Städte sind in etwa gleich groß und geographisch kaum noch voneinander zu trennen, aber sie könnten unterschiedlicher kaum sein: Valparaíso gilt mit seinem Hafen, der Industrie und den bunten Häusern als Stadt der Künstler und Arbeiter, während Viña del Mar eine moderne, elegante Stadt mit Strandpromenade, Casino und großen Wohnpalästen ist. Viele Chilenen verbringen hier Ihre Wochenenden oder Sommerferien.


Tipp

Auch in Valparaíso hat Pablo Neruda seine Spuren hinterlassen, sein Haus „La Sebastiana“ zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.



Pucón

In der Seenregion gelegen, bietet das Städtchen Pucón allen, die sich gerne in der Natur bewegen, zahlreiche Möglichkeiten. Das hat sich herumgesprochen, weshalb der Ort in der Hochsaison (Januar und Februar) überlaufen ist. Für viele ist der Vulkan Villarrica das erklärte Ziel. Tatsächlich ist nur gute Kondition und gutes Wetter nötig um bis zum Krater zu kommen, Erfahrung im Bergsteigen ist nicht notwendig. Vor allem außerhalb der chilenischen Sommerferien kann man wundervolle Wander-, Reit- und Mountainbikeausflüge in die nahegelegenen Nationalparks Huerquehue und Villarrica unternehmen. Die Lage am See und die Strände laden zum Baden ein, die Flüsse zu Kajak- und Raftingtouren und wer höher hinaus möchte, kann sich auf den Canopy-Strecken (gesichert durch Stahlseile) durch die Bäume schwingen.


Tipp

Sind die Muskeln abends aufgrund der sportlichen Betätigung müde, laden die nahe gelegenen Thermalbäder zum nächtlichen Bad und Entspannen ein.



Puerto Montt

Die kleine Stadt Puerto Montt ist vor allem Ausgangspunkt für Ausflüge in die schöne Umgebung. Sehenswert in der Stadt selbst ist das Fischerviertel Angelmó mit dem Hafen und der Reloncaví-Bucht.
Bedeutung erlangt Puerto Montt als Eingangstor nach Patagonien, hier beginnt, beziehungsweise endet die Carretera Austral, die auf Schotterpisten durch traumhafte Landschaften in den Süden führt. Wer auf die Isla Chiloé möchte, kann von hier aus den Bus nehmen (Fähre zwischen Pargua und Chacao).


Sehenswert

Ein Bootsausflug zur Isla Tenglo und der kurze Aufstieg zum Cruz del Tenglo lohnen sich bei gutem Wetter, den Besucher erwartet ein toller Blick über die Stadt und die Bucht.


Tipp

Wer nach Patagonien möchte und die Fjorde vom Wasser aus erleben möchte kann in Puerto Montt die mehrtägige Schifffahrt bis Puerto Natales starten, die durch enge Kanäle und den offenen Ozean führt. Auf dem gut ausgestatteten Schiff kann man sich so gleichzeitig von den Reisestrapazen erholen.



Punta Arenas

Punta Arenas ist die südlichste Kontinentalstadt der Welt. Sie liegt direkt an der Magellanstraße und gegenüber der Insel Feuerland. Obwohl quasi am Ende der Welt gelegen und ursprünglich als Strafgefangenenkolonie gegründet, ist die Stadt mit ihren 110.000 Einwohnern wirklich sehenswert. Eine schöne Plaza, ein gepflegtes Stadtzentrum, gut erhaltene Gebäude und ein äußerst interessantes Museum („Museo Regional Salesiano“) machen die Stadt zu einem sehenswerten Programmpunkt jeder Patagonienreise. Außerdem ist die Stadt ein möglicher Ausgangspunkt für Ausflüge in den großartigen Nationalpark Torres del Paine.


Sehenswert

Der außergewöhnliche Friedhof, der zum Nationaldenkmal gekürt wurde, zeugt vom früheren Reichtum der Stadt. Große „Grabpaläste“ zeigen, wer in der Stadt das Sagen hatte. Die Gräber der deutschen Einwanderer sind schlichter gehalten.


Tipp

Der Besuch der Pinguinkolonie am Seno Otway gehört zu einem Aufenthalt in Punta Arenas dazu, während der Saison (Mitte Dezember bis April) sind auch Walbeobachtungen im Parque Marino Francisco Coloane möglich.




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