La Paz
„La Ciudad de Nuestra Señora de La Paz“ heißt die 1548 von Alonso de Mendoza gegründete Stadt, die im tiefen Cañon des Río Choqueyapu liegt. La Paz ist, zur Verwirrung vieler, nicht die Hauptstadt Boliviens, aber der Regierungssitz und die wichtigste Stadt des Landes. Die Sonne brennt auf den, im wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubenden 3.800 m Höhe kräftig, aber sobald sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, ist es fünf Grad kälter. Der eisbedeckte 6.439 m hohe Illimani ist immer im Hintergrund zu sehen. Die Stadt zählt über eine Million Einwohner, wenn man El Alto in der Hochebene auf 4.082 m mitrechnet. In La Paz strebt man nicht nach Höherem – ganz im Gegenteil: je niedriger gelegen, desto angenehmer das Klima und desto wohlhabender die Bewohner.
La Paz hat viele Museen, worunter das eindrucksvollste wohl das Koka-Museum ist. Hier wird dem Besucher alles Wissenswerte über die indianische Kultpflanze Coca erklärt, von der Verwendung der Pflanze früher bis hin zur Herstellung von Kokain für die westlichen Märkte.
Weiterhin gibt es zahlreiche Plätze, auf denen Sie Indígenas in ihren traditionellen Trachten mit Hut, langen Zöpfen und farbenfrohen Reifröcken begegnen und auf Straßenmärkten feilschen können. Der interessanteste der Märkte in La Paz ist ohne Zweifel der Hexenmarkt („Mercado de las Brujas“): Eine Straße, in der neben den gestrickten Mützen mit Lamamotiv, Lamateppichen und anderen Souvenirs auch Lama-Föten, Schlangenfleisch, getrocknete, aufgeblasene Kröten und andere bizarre Attribute des hiesigen Aberglaubens verkauft werden.
Sonntags ist die berühmte Hauptverkehrsstraße von La Paz, die Avenida 16 de Julio (auch Prado genannt) für Autos gesperrt und die Kleinen (oder Großen) können hier spielen, Fahrrad fahren, skateboarden oder anderen sportlichen Aktivitäten nachgehen.
SehenswertNur zehn Kilometer von La Paz entfernt findet man eine bizarre Mondlandschaft bestehend aus tausenden Felsen, Felsspalten, Erdhügeln und kraterähnlichen Formationen. Die Türme und Pyramiden sind graubraun bis rötlich und fast ohne Bewuchs. Das Valle de la Luna wurde im Laufe von Millionen Jahren durch Erosion und Klimagegensätze gebildet. Es lohnt sich, einen Halbtagesausflug dorthin zu unternehmen. |
TippBolivien bedeutet Abenteuer und eine Mountainbiketour auf der „gefährlichsten Straße der Welt“ gehört einfach dazu! Die Fahrt vom Abra La Cumbre (etwa eine Busstunde von La Paz entfernt) nach Coroíco ist nur 65 Kilometer lang, doch sie führt Sie von 4.600 m auf 1.750 m hinunter. Sie durchqueren dabei alle Klimazonen Boliviens, bis Sie schließlich in den Yungas ankommen. Die steil abfallende Straße ist nichts für schwache Nerven. Zahlreiche Kreuze zeugen davon, dass die teilweise Hunderte von Metern abfallende Kante schon vielen zum Verhängnis wurde. Trotzdem sind das Erlebnis und die Aussicht grandios. Die Strecke wird auch von Bussen befahren, doch die „richtige“ Art die Strecke zu bewältigen ist mit dem Mountainbike. |
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Sucre
Sucre ist die offizielle Hauptstadt des Landes, jedoch ist der Sitz der Regierung in La Paz. Sucre gilt als die hübscheste Stadt Boliviens und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt liegt auf einer für bolivianische Verhältnisse angenehmen Höhe von 2.790m und es geht hier ziemlich ruhig und entspannt zu.
Ein Stadtbummel über Plätze, durch Parks und schöne Straßen mit Häusern aus der Kolonialzeit gehört einfach dazu. Zu dem besonderen Straßenbild gehören die zahlreichen eleganten und gut erhaltenen Kolonialgebäude, deren typische Merkmale die Balkone und der strahlend weiße Anstrich sind. Zu dem angenehmen, weltoffenen Flair tragen vor allem die zahlreichen Studenten in der Stadt bei.
SehenswertAm Stadtrand von Sucre befindet sich Cal Orck’o, das größte Feld mit Dinosaurier-Fußspuren der Welt. Über 5.000 Abdrücke von 300 verschiedenen Dinosauriern befinden sich in dem Steinbruch, die längste Spur ist 350 Meter lang. Die Spuren sind vermutlich 68 Millionen Jahre alt. Frische Spuren wurden damals bei einem Vulkanausbruch mit Asche überzogen. Mit dem Erkalten wurde die Schicht fest und die Abdrücke dieser für uns so faszinierenden Lebewesen sind so noch heute gut sichtbar. |
TippCa. 60 km von Sucre entfernt liegt das Dörfchen Tarabuco, das für seinen Sonntagsmarkt berühmt geworden ist. Die Einheimischen tragen ihre eigene traditionelle Tracht, die aus einem roten Poncho, Kappen aus Rindsleder und Holzschuhen besteht. Angeboten wird von den Indígenas aus den umliegenden Dörfern hauptsächlich, was die Landwirtschaft hergibt, unter anderem auch Coca-Blätter. Beim Fotografen ist besondere Zurückhaltung geboten: Die Tarabuqueños glauben, dass beim Fotografieren ein Teil ihrer Seele geraubt wird. |
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Peru/Bolivien/Chile - Magie der AndenPotosí
Die Einwohner von Potosí sind stolz auf den Titel der „höchstgelegensten Stadt der Welt“; ihre Stadt liegt auf 4.065 m und hat 162.000 Einwohner. Anfang des 17. Jahrhunderts war sie aufgrund des hohen Silber- und Zinnvorkommens eine der reichsten Städte der Welt und die wohlhabendste in ganz Südamerika. Die Bauten jener Zeit zählen dementsprechend zu den aufwändigsten und prächtigsten der Welt. Sie werden gut instand gehalten und sind eine der größten Touristenattraktionen der Stadt. Sehenswert ist das Kloster Santa Teresa, und das Casa de la Moneda (Königliches Schatzhaus), das auch ein Museum beherbergt. Das Flair der Stadt ist gemütlich, man kann wunderbar herumschlendern, die prächtigen Barockkirchen und Kolonialhäuser bestaunen und es sich in den schönen Cafés und Restaurants gut gehen lassen.
Doch Potosí hat auch seine dunkle Seite: Der „Cerro Rico“ (reicher Berg, oder auch Silberberg genannt) ist eine Silbermine, in der bis heute noch ca. 15.000 Männer und auch Kinder im Alter ab 11 Jahren, unter für uns unvorstellbar schlechten und gefährlichen Bedingungen arbeiten. Sie verdienen für bolivianische Verhältnisse recht gut, aber bis zum heutigen Tag sterben regelmäßig Minenarbeiter an Staublunge oder bei Unfällen und Explosionen. Um die Hitze und den Staub in den Minen zu ertragen, kauen die Minenarbeiter den ganzen Tag Coca-Blätter und spülen den Staub mit 96-prozentigem Alkohol herunter.
SehenswertDer „Mercado de los Mineros“, ist der Markt der Minenarbeiter. Er ist wohl der einzige öffentliche Markt der Welt, auf dem man legal Dynamit kaufen kann. Hier können Touristen, die sich für zwei Stunden in die Mine wagen, Geschenke für die Minenarbeiter kaufen, wie z.B. Erfrischungsgetränke, Zigaretten, Dynamit oder puren Alkohol. |
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Peru/Bolivien/Chile - Magie der AndenSanta Cruz
Der vollständige Name der Stadt lautet Santa Cruz de la Sierra. Obwohl die brasilianische Grenze noch etwa 600 Kilometer entfernt ist, ist sie die östlichste Stadt des Landes – und mit 1,7 Millionen Einwohnern auch die größte. Trotzdem ist das lebhafte Zentrum dörflich geblieben. Um die Stadt herum bieten sich tolle Ausflugsmöglichkeiten in verschiedene Nationalparks und den Dschungel.
Santa Cruz war lange eine relativ unbedeutende Kleinstadt, da es keine Verkehrsanbindung in die westlichen Teile des Landes gab. Der Bau der Straße nach Cochabamba in den 50-er Jahren in Verbindung mit der Entdeckung und Ausbeutung der Bodenschätze, vor allem Öl und Gas, machten Santa Cruz zur „Boomtown“ des Landes.
Die lange Abgeschiedenheit hat dazu geführt, dass die „Cruzeños“, ähnlich wie in den anderen östlichen Regionen des Landes, einen starken Regionalstolz und Traditionen entwickelt haben, die sich heute unter anderem in Unabhängigkeitsbestrebungen äußern.
SehenswertWestlich von Santa Cruz liegt einer der schönsten und vielfältigsten Nationalparks der Welt: der Parque Nacional Amboró. Auf einer Größe von über 637.000 ha beherbergt der Park, in der Übergangszone zwischen dem Berg- und Tieflandregenwald gelegen, eine unvorstellbare Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Neben 700 verschiedenen Vogelarten können bedrohte Tierarten wie der Jaguar, der Kragenbär und der Jucumari (Andenbär) beobachtet werden. |
TippBesonders für Che-Guevara-Anhänger interessant ist das kleine, im andalusischen Kolonialstil errichtete Städtchen Vallegrande. Die Leichen Che Guevaras und seiner Mitkämpfer wurden im Oktober 1967 hier hergebracht, um sie zu identifizieren. Ein paar hundert Meter außerhalb des Dorfes befindet sich das Grab seiner deutschen Mitstreiterin, Tamara Bunke. Ansonsten ist das etwas versteckt gelegene Städtchen für den Campesino-Sonntagsmarkt bekannt. |
Cochabamba
Cochabamba ist die drittgrößte Stadt Boliviens und liegt auf einer angenehmen Höhe von 2.570 m. Hier wird hauptsächlich Getreide, Mais, Obst und Gemüse angebaut.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die 40 m hohe Christusstatue, die nach dem Vorbild des Corcovado in Rio de Janeiro erbaut wurde, doch diese ist ganze 2 m höher als der Corcovado. Die Statue wurde 1988 anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. erbaut. Eine Gondelbahn führt auf den Berg mit seinem beeindruckenden Panoramablick. Die Christusstatue, in der sich ein Treppenhaus und Aussichtsfenster befinden, kann an manchen Tagen bestiegen werden. Die Umgebung von Cochabamba ist auch berühmt für die zahlreichen bunten Märkte.
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