Die weiße Wüste: der Salar de Uyuni
Der Salar de Uyuni ist die größte und wohl berühmteste Salzfläche der Erde, sie umfasst stattliche 12.000 qkm und liegt auf 3.600 m Höhe. Am Rande liegt der 5.400 m hohe Vulkan Tunupa, der für die Indígenas heilig ist. Ursprünglich war der Salar ein riesiges Binnenmeer in den Anden, das dann austrocknete und diese Altiplano-Seen und -Salare zurückließ.
Er ist wahrlich eines der Naturwunder unserer Erde, man wird regelrecht vom Weiß des Salzes und vom Blau des Himmels geblendet, was eine gute Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor unentbehrlich macht! Nachts fallen die Temperaturen dann allerdings auf bis minus 20°C. Der Salar ist zwischen Januar und April (Regenzeit!) überflutet und unbefahrbar.
Die weiße Wüste ist jedoch nicht nur wegen der Salzproduktion von 20.000 Tonnen pro Jahr interessant, sondern auch wegen der riesigen Lithium-Vorkommen, die ca. 75% des derzeit bekannten Weltvorkommens ausmachen.
Auf einer Mehrtagestour zum und auf dem Salar de Uyuni passiert man außergewöhnliche Landschaften mit Vulkankratern und speienden Geysiren, eine karge Steinwüste sowie verschiedenfarbige Lagunen. Die Laguna Colorada bietet davon wohl den spektakulärsten Anblick. Dieser rosa und türkis schillernde See im äußersten Südwesten Boliviens liegt weltabgeschieden auf 4.350 m, inmitten einer imposanten, baumlosen, mit sanften Hügeln übersäten Landschaft. Zudem ist die Lagune Heimat für die seltenen James Flamingos.
SehenswertEtwa 80 km von der Stadt Uyuni entfernt befindet sich die Isla Pescado (in Quechua: Isla Incahuasi), die ihren Namen aufgrund ihres Umrisses in Form eines Fischs trägt. Dort wachsen unzählige bis zu 12 m hohe Kakteen, die ca. 1.200 Jahre alt sind. Ihr jährliches Wachstum beträgt lediglich ein Zentimeter! |
TippAuf dem unendlichen Weiß kann man wundervoll mit seiner Kamera experimentieren und fantastische Perspektivfotos schießen. |
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Der heilige See der Inka: der Titicacasee
Der am häufigsten besuchte bolivianische Ort des Sees ist Copacabana, ein Städtchen, das vor allem für seine Wallfahrtskirche und wegen der drei großen christlichen Feste bekannt ist, die zahlreiche Besucher anlocken. In der restlichen Zeit des Jahres ist Copacabana vor allem Ausgangspunkt für die Ausflüge zu den Hauptattraktionen des Titcacasees, der Isla del Sol (Sonneninsel) und der Isla de la Luna (Mondinsel). Dem Glauben der Aymara und Quechua zufolge ist die Isla del Sol der Geburtsort des Schöpfergottes Wiracocha. Dies macht die Insel und den ganzen Titicacasee zu Heiligtümern der indigenen Kulturen. Auf der Sonneninsel sind einige Inka-Ruinen und terrassierte Hänge zu finden, allerdings machen vor allem die tollen Panoramen auf den See den Reiz der Insel aus, weshalb es besonders zu empfehlen ist über die etwa zehn Kilometer lange Insel zu wandern.
Besonders historisch und kulturell Interessierte sollten noch die Mondinsel ansteuern und den Mondtempel dort besuchen, dessen Bauweise an islamische Denkmäler erinnert.
TippWer es einrichten kann sollte Copacabana besuchen, wenn eines der großen Feste ansteht: Die „Fiesta de la Virgen de Copacabana“ wird am 5. und 6. August gefeiert, die „Fiesta de la Virgen de la Candelaria“ in der ersten Februarwoche und auch zur Feier der „Semana Santa“, der Karwoche werden mehrere tausend Besucher erwartet. |
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Bis heute ein Rätsel: Die Ruinen von Tiwanaku
Etwa 70 km von La Paz entfernt, oben auf der Hochebene des Altiplano, liegen die Ruinen von Tiwanaku (auf Quechua: Tiahuanaco), die wichtigste präkoloniale Kulturstätte Boliviens. Sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Von der Tiwanaku-Kultur ist wenig bekannt, sie wird auf den Zeitraum von 1.500 v. Chr. bis etwa 1.200 n. Chr. datiert und zählt somit zu den ältesten Südamerikas. Vermutlich ging die Tiwanaku-Kultur aus der altperuanischen Kultur der Huari hervor. Es wird vermutet, dass es sich bei den Ruinen um die Reste einer Tempel- und Handelsstadt mit einer Fläche von ca. 10 qkm handelt, die bis zu 50.000 Einwohner hatte. Weiterhin gehen Forscher davon aus, dass Tiwanaku direkt am Titicacasee lag. In den vergangenen Jahrhunderten ist der Wasserspiegel des Sees um 34 m gesunken, heute ist er 20 km entfernt.
Eine Mini-Wüste im Urwald: Lomas de Arena
Lomas de Arena (zu Deutsch: Sandhügel) ist ein 140 km2 großes Gebiet von Wanderdünen, das nur 16 km von Santa Cruz entfernt liegt. Die Dünen ragen 15 bis 60 Meter in die Höhe. Diese Miniwüste im Urwald ist ein beliebtes Tagesausflugsziel, auch für die Bewohner von Santa Cruz am Wochenende. Zwischen den Dünen gibt es große offene Wasserflächen mit kristallklarem warmem Wasser, in denen man von Januar bis Juli baden und entspannen kann.
Das Befahren der Dünen ist verboten, nur kümmert sich keiner darum und man sieht öfter vierrädrige Motorräder oder auch Geländewagen, die auf den Dünen herumfahren. Auch andere Aktivitäten wie Sandboarding oder Reiten werden angeboten.
Flora und Fauna sind reichhaltig, es gibt 200 Arten von Vögeln, darunter zahlreiche Wasservögel, 50 Säugetierarten sowie Eulen und Flamingos.
Nebelwälder, tiefe Schluchten und Erholung: Die Yungas und Coroíco
Die Anden fallen im Osten über die berühmten Yungas in das bolivianische Tiefland ab. Yungas sind Berg- und Nebelwälder mit tief eingeschnittenen Tälern und Schluchten, die zwischen 1.000 bis 3.600 m hoch gelegen sind. Nordöstlich von La Paz (ca. 3 Std. sehr aufregende Fahrzeit) befindet sich das hübsche Städtchen Coroíco. Dieses verschlafene Touristennest inmitten der Yungas liegt auf 1.750 m und ist von Hügeln mit Kaffee-, Zitrus-, Bananen- und Cocaplantagen umgeben. Von La Paz aus ist Coroíco nur über die "gefährlichste Strasse der Welt", wie schon bei La Paz beschrieben, erreichbar. Bei sehr angenehmen Temperaturen kann man in Coroíco herrlich entspannen, schwimmen, reiten und schöne Wanderungen unternehmen (z.B. zu verschiedenen Wasserfällen) oder Wildwasser-Rafting machen. Nicht weit von Coroíco entfernt befinden sich die einzigen schwarz-afrikanischen Siedlungen in ganz Bolivien. Dabei handelt es sich um Nachfahren afrikanischer ehemaliger Sklaven die eigentlich als Minenarbeiter eingesetzt werden sollten. Da sie jedoch Probleme mit der Höhe hatten wurden sie auf die Coca- und Bananenplantagen geschickt.
TippDie Stadt ist Ausgangspunkt für Touren zum Cotapata Nationalpark, in dem sich einer der beliebtesten Wanderwege Boliviens befindet, der Choro-Treck. |
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